Esslingen Stadtjugendring hilft finanziell Schwachen

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Rund 3500 Kinder haben am Kinderferienprogramm teilgenommen

Rund 30  Organisationen bieten Veranstaltungen während de Ferien an. Foto: dpa
Rund 30 Organisationen bieten Veranstaltungen während de Ferien an. Foto: dpa

Esslingen - Der Stadtjugendring Esslingen hat sich in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses selbstbewusst gegeben: „Das Esslinger Ferienprogramm ist nach unserem Wissen in seiner Dimension und Vielfalt bisher einzigartig in Deutschland“, heißt es in dem Bericht, den der Geschäftsführer des Stadtjugendrings, Markus Benz, am Mittwoch dem Gremium vorgestellt hat.

Auch in diesem Jahr 2016 waren es wieder rund 3500 Kinder, die in den Angeboten von rund 30 Veranstaltern untergekommen sind. Die Spanne reicht von A wie Aktivspielplatz Mettingen bis zu V wie Volkshochschule. Dazwischen liegen Veranstalter wie die Bergwacht, die Kinder Biennale, der Sompon Social Service oder den Tierschutzverein, die man nicht auf den ersten Blick als Träger von Angeboten im Jugendferienprogramm identifizieren würde. Die Kinder haben dort etwa 35 000 Stunden Spiel, Spaß und sinnvolle Beschäftigung unter der Aufsicht von geschulten Jugendleitern erlebt. Besonders beeindruckend ist dabei, dass die Zahl der Teilnehmerstunden im Jahr 2012 bloß halb so groß war: Damals waren es 17 000 Stunden mit etwas über 2000 Teilnehmern.

Warum gerade das Esslinger Programm so besonders ist, zeigt sich auch an anderen Dingen. Zum einen ist es dem Stadjugendring gelungen, seit dem Jahr 2013 bedarfsdeckend zu arbeiten, das heißt, jedes Kind das möchte, bekommt einen Platz im Kinderferienprogramm, zum anderen gibt es eine spezielles Programm für Erstklässler und das Thema Inklusion wird beim Stadtjugendring ernst genommen. Bei rund einem Drittel der Angebote konnten behinderte Kinder teilnehmen, manchmal sogar mit einer Schwerst-Mehrfachbehinderung. Auch gibt es ein einmaliges elektronisches Anmeldesystem, das den Familien eine Planungssicherheit eröffnet. Außerdem versucht der Stadtjugendring t zusammen mit der Familienhilfe und Schulsozialarbeitern gerade finanziell schwache Familien anzusprechen, um sie zu motivieren, ihre Kinder zu Angeboten der Ferienprogramme zu schicken.

Trotz dieser beeindruckenden Zahlen hat der Stadtjugendring verschiedene Punkte ermittelt, wo sich das Angebot verbessern lässt. Er sucht weitere barrierefreie Räume, er will mehr Familien einbinden, er will wegen des schwankenden Bedarfs in den verschiedenen Ferienwochen flexibler werden, und er hofft auf einen höheren Zuschuss für sozial schwache Familien.