Esslinger Finanzplanung Mehr Geld für Events, Tourismus und Stadtjubiläum

Das Esslinger Sommerfest Estival wird in diesem Jahr wohl nicht auf dem Marktplatz stattfinden können. Foto: Roberto Bulgrin

Esslingen plant 2026 mit höheren Ausgaben für Stadtmarketing und Events: Neben Zufahrtsschutz und modernem Wegeleitsystem steht auch das Stadtjubiläum im Fokus.

Neues Jahr, neue Pläne: Neben dem Doppelhaushalt hat der Gemeinderat Ende des vergangenen Jahres auch die Wirtschaftspläne für die städtische Eventgesellschaft und das Stadtmarketing verabschiedet. Beide Gesellschaften benötigen in diesem Jahr mehr Geld als früher – aus verschiedenen Gründen.

 

Esslinger Stadtmarketing plant 2026 mehr Geld ein als früher

So sind für die Esslinger Markt- und Eventgesellschaft (EME) in diesem Jahr mit rund 350 000 Euro etwa 150 000 Euro mehr an Zuschüssen von der Stadt als Gesellschafterin eingeplant als im vergangenen Jahr. Das liegt laut Michael Metzler, Geschäftsführer der EME, vor allem an den zusätzlichen Kosten für das neue Zufahrtsschutzkonzept, das vom Gemeinderat beschlossen wurde. Die Mehrkosten fielen vor allem für die Erstellung des Konzepts, die Anmietung sowie den Transport der Zufahrtssperren bei den verschiedenen Veranstaltungen sowie für die Bewachung und den Betrieb der Sperren an.

Bei der Esslinger Stadtmarketing und Tourismusgesellschaft (EST) ist ein Jahresfehlbetrag von etwas mehr als einer Million Euro für 2026 eingeplant – ebenfalls einiges mehr als in vergangenen Jahren. Laut Michael Metzler, der auch Geschäftsführer der EST ist, liegt das zum Teil ebenfalls an zusätzlichen Kosten für den Zufahrtsschutz, nämlich beim Esslinger Frühling und beim Esslinger Herbst. Zudem sorgten aber auch Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst und Sonderprojekte wie etwa die Erneuerung der touristischen Wegeleit- und Informationssysteme für Mehrausgaben.

Man habe bereits im vergangenen Jahr ein Konzept für ein neues Wegeleitsystem erarbeitet, das man noch rechtzeitig vor dem Stadtjubiläum im kommenden Jahr umsetzen wolle.

„Ziel ist es, die Besucherinnen und Besucher der Stadt durch neue und moderne Beschilderungssysteme zur historischen Altstadt zu führen und innerhalb der Altstadt Orientierung zu stiften, insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Sehenswürdigkeiten, Plätze und Fußgängerzonen“, sagt Metzler. Geplant seien dafür Pfosten mit Wegemarkierungen sowie Stelen, Infotafeln und Stadtpläne – damit solle das bestehende System ersetzt werden.

Citymanagement Esslingen plant neue Projekte für die Innenstadt

Darüber hinaus plane das Citymanagement in diesem Jahr eine Reihe neuer Projekte. „Unter anderem werden an bestimmten Standorten in den Fußgängerzonen Anlagen installiert, mit denen wir künftig die Frequenzen in der Innenstadt objektiv und auf Basis klarer Daten messen können“, sagt Michael Metzler. Zudem seien verschiedene Aktionen in Planung, mit denen das Stadtmarketing die Besuchenden in der Innenstadt „zu besonderen Anlässen mit besonderen Aufmerksamkeiten ganz besonders willkommen heißen“ wolle.

Außerdem müsse die EST in diesem Jahr viel Energie in die Organisation des Stadtjubiläums 2027 stecken, schließlich leite sie gemeinsam mit dem Büro des Oberbürgermeisters das Organisationsbüro sowie die Projektgruppe Marketing und Tourismus. Darüber hinaus werde die Stadtinformation als zentraler Knotenpunkt für die Bürger- und Besucherinformation im nächsten Jahr eine wichtige Rolle spielen.

Wegen Marktplatzumbau müssen Events neu geplant werden

Auch die EME hat dieses Jahr Herausforderungen zu meistern: Wegen der Neugestaltung des Marktplatzes müssen einige Events umgeplant werden, damit sie trotzdem stattfinden können – schließlich hätten sie eine große Bedeutung für die Belebung der Innenstadt, die gesellschaftliche Stimmung und das gemeinsame Erleben der Menschen, so Metzler. Das habe sich an den erfolgreichen Veranstaltungen im Jahr 2025 wieder einmal eindrücklich gezeigt. Der weithin beliebte Mittelalter- und Weihnachtsmarkt könne 2026 aber wie gewohnt stattfinden.