Philip Obaji jr. erhält am 24. April den Theodor-Haecker-Preis der Stadt Esslingen. Das Rahmenprogramm beginnt in dieser Woche mit Suppkultur und einer Lesung.

Reporter: Alexander Maier (adi)

Der nigerianische Journalist Philip Obaji jr. zählt zu den wichtigsten Vertretern der investigativen Beichterstattung über Menschenrechtsverletzungen in West- und Zentralafrika. Und er sorgt dafür, dass das vielfach begangene Unrecht nicht unbemerkt bleibt. Seit Jahren gibt er den Opfern von Folter, Misshandlung und sexualisierter Gewalt eine Stimme und trägt ganz wesentlich dazu bei, dass ihre Schicksale international wahrgenommen werden. Dafür wird Philip Obaji jr. am Freitag, 24. April, um 19 Uhr im Neckar Forum mit dem Theodor-Haecker-Preis ausgezeichnet. Vor der Verleihung des internationalen Menschenrechtspreises für politischen Mut, den die Stadt Esslingen seit 1995 auslobt, soll ein Rahmenprogramm auf das Anliegen dieser Auszeichnung aufmerksam machen.

 

Die ersten Veranstaltungen finden bereits in dieser Woche statt. Zusätzlich zum Theodor-Haecker-Preis vergibt die Stadt Esslingen stets auch eine Ehrengabe an Persönlichkeiten oder Gruppen, die sich ganz im Sinne des Namensgebers dieser Auszeichnung engagieren und die sich um eine offene und solidarische Gesellschaft verdient machen. In diesem Jahr geht die Theodor-Haecker-Ehrung an die Esslinger Suppkultur – ein interkulturelles Theaterprojekt, das Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringt. In Workshops entstehen Szenen, die ihre persönlichen Erfahrungen zum Ausdruck bringen. Anschließend sind alle zum gemeinsamen Suppe-Essen eingeladen. Wer die Suppkultur kennenlernen möchte, hat dazu am Freitag, 17. April, ab 20 Uhr in der Spinnerei des Vereins Kultur am Rande (Maillestraße 3) Gelegenheit.

Die Autorin Francine Feuné liest am Samstag, 18. April, ab 14 Uhr in der VHS am Eck (Strohstraße 16) aus ihrem Kinderbuch „Peng Do’, der kleine Albino“ – einer berührenden Geschichte über Ausgrenzung, Mut und Selbstfindung. Nach der Lesung können die jungen Zuhörer Fragen stellen, ihre Gedanken teilen und mit der Autorin ins Gespräch kommen. Die Teilnahme an der Suppkultur und an der Lesung ist kostenlos.