Esslinger Theaterlandschaft Ein klares Bekenntnis zu den Landesbühnen

Die Staatssekretärin Petra Olschowski betont die Bedeutung der Landesbühnen. Foto: dpa/Franziska Kraufmann
Die Staatssekretärin Petra Olschowski betont die Bedeutung der Landesbühnen. Foto: dpa/Franziska Kraufmann

Die Kunst-Staatssekretärin Petra Olschowski stärkt bei ihrem Besuch in Esslingen den Wandertheatern den Rücken.

Lokales: Kai Holoch (hol)

Esslingen - Es hat in der Vergangenheit schon ganz andere Töne aus Stuttgart gegeben. „Die Landesbühnen sind ein wichtiges Instrument der Landeskulturpolitik. Es ist gerade heute von großer Dringlichkeit, in der Fläche des Landes Angebote zu schaffen, bei denen Menschen sich treffen und gemeinsam ein kulturelles Ereignis erleben können“: Es ist Petra Olschowski, die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, gewesen, die ein solch klares Bekenntnis zu den drei Landesbühnen abgelegt hat.

Petra Olschowski hat am Mittwoch auf Einladung der Grünen-Landtagsabgeordneten Andrea Lindlohr an einem Theaterrundgang in Esslingen teilgenommen, bei dem Vertreter der Stadtverwaltung, unter ihnen die neue Kulturamtsleiterin Alexa Heyder, sowie Stadträte im Kabarett der Galgenstricke, im Lima-Theater und an der Württembergischen Landesbühne (WLB) Station gemacht haben.

Ein offenes Ohr für die sich wandelnden Erwartungen

Allerdings, so betonte die Staatssekretärin, dürfe sich kein Theater, also auch nicht die WLB, auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern müsse immer ein offenes Ohr für die sich wandelnden Erwartungen und Interessen der Zuschauer haben. Aber selbst hier sieht Petra Olschowski die Landesbühnen im Vorteil gegenüber den anderen Theaterformen im Land.

Die großen Häuser täten sich bisher mit der Entwicklung theaterpädagogischer Teilhabeangebote vergleichsweise schwer. Den kleineren Stadttheatern wiederum fehle oft ganz einfach das Geld für solche personalintensiven Extraleistungen. Die Landestheater hingegen seien durch ihre zahlreichen Gastspielabstecher ganz nah dran an ihrem Publikum. Gerade die WLB leiste mit ihren vier Theaterpädagogen, die auch immer wieder an den Abstecherorten tätig seien, mit ihren Klassenzimmerstücken und der Lesekiste eine herausragende Arbeit.

Ein gelungenes Projekt: das Landschulmobil

In diesem Zusammenhang verwies Friedrich Schirmer, der Intendant der WLB, auf das aus dem Innovationsfonds des Landes einmalig mit 50 000 Euro geförderte Projekt Landschulmobil. Mit ihm sei es gelungen, Kinder in Schulen zu erreichen, die sich fernab jegliches Auftrittsorts befinden. 50 solche Vorstellungen habe man gegeben, die Nachfrage sei jedoch viel größer gewesen. Petra Olschowski signalisierte ihre Bereitschaft, nach Möglichkeiten suchen zu wollen, um ein solches Projekt verstetigen zu können.

Zum Abschluss gab es dann von der Staatssekretärin noch ein dickes Lob für Esslingen und die WLB. Das Kulturleben in der Stadt sei wirklich außergewöhnlich. Olschowski: „Esslingen ist ein besonderer Ort – und dafür steht auch die WLB.“




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