Sie wurde auf einem Feldweg bei Weilheim gefunden und in den Esslinger Tierpark Nymphaea gebracht. Dort soll die Geierschildkröte ein Extra-Gehege erhalten.
Noch versteckt sie sich hinter den Kulissen. Die Geierschildkröte im Tierpark Nymphaea auf der Esslinger Neckarinsel ist weiterhin vom Publikumsverkehr ausgeschlossen. Das aber soll sich ändern.
Noch befindet sich das Tier mit dem höckerartigen Panzer und dem urzeitlichen Aussehen in einem Wasserbassin im hinteren, für die Besucher nicht zugänglichen Teil des Tierparks.
Es sei aber geplant, so informiert der bei Nymphaea für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Christoph Kässer, die Geierschildkröte in einem großzügigen Schaugehege unterzubringen, damit die durchschnittlich ungefähr 170 000 Besucher pro Jahr sie sehen können.
Der Zeitplan ist laut Kässer noch unklar
Das Tier soll dann dort untergebracht werden, wo sich früher die Hirsche getummelt haben. Sie wurden wegen des Baus des neuen Aufzuchthauses und der damit verbundenen Arbeiten an das Wildparadies beim Freizeitpark Tripsdrill abgegeben.
Zum Zeitplan für den Umzug der Geierschildkröte in ihre neue Heimat kann sich Christoph Kässer noch nicht äußern. Der hauptsächlich von Ehrenamtlichen betriebene Tierpark ist auch mit dem Bau des Aufzuchthauses als dem größten Projekt seiner Geschichte beschäftigt, der viele Kräfte binde. Wann Kapazitäten für die Errichtung des Schaugeheges der Geierschildkröte frei werden, könne daher noch nicht gesagt werden.
Die Geierschildkröte hatte im Esslinger Tierpark eine neue Bleibe gefunden. Sie war im Mai 2024 von einem Spaziergänger beim Gassigehen mit seinem Hund auf einem Feldweg in der Nähe von Weilheim entdeckt worden. Die Herkunft des Tieres gab Rätsel auf – doch seine Unterbringung konnte rasch gelöst werden. Die Tiernotrettung brachte es in den Esslinger Tierpark.
Der Fund der Geierschildkröte hatte für Aufsehen und Schlagzeilen gesorgt. Doch abgesehen von dem Wirbel, den das Tier verursacht hat, ist es selbst nach Angaben von Christoph Kässer ein ruhiger Zeitgenosse, der nicht zu einer übertriebenen Dynamik neigt. Geierschildkröten seien Lauerjäger. Sie würden bei der Beutesuche also mehr oder weniger an der gleichen Stelle verharren und vom fixen Standort aus auf Nahrung warten. Mit einem wurmartigen Zungenfortsatz lockt das Tier dann seine Beute an.