Viel besser als dieses Mal hätte das Wetter beim Esslinger Weinwandertag kaum sein können. Entsprechend gut fiel einmal mehr der Zuspruch aus.
In leuchtend bunten Farben präsentieren sich die Esslinger Weinberge für gewöhnlich in der Herbstsonne: dann auch weitgehend flächendeckend. Ein anderes Phänomen tritt – aus der Distanz betrachtet – in aller Regel im Monat Mai auf, wenn sich in Halbhöhenlage zwei bunte Streifen an den rebenbestandenen Südhängen entlang ziehen. Unterbrochen durch weiße Tupfen, um die herum ebenfalls ein buntes Treiben herrscht.
Das Phänomen nennt sich – am Sonntag war es wieder so weit – Esslinger Weinwandertag. Für die „weißen Tupfen“ sorgen die Teamwerk-Wengerter, die an sechs Stationen ihre edlen Tröpfchen ausschenken sowie für allerlei Leckereien in fester Form sorgen. Und die „ bunten Streifen“ sind schlicht die Menschenmassen, die den knapp neun Kilometer langen Weg zwischen Frauenkirche und Mettinger Kelter bevölkern.
Bei vielen steht der Termin fest im Kalender
Viele von ihnen sind Stammgäste, die sich den Termin fest im Kalender vormerken – und wenn dann, wie dieses Mal, das Wetter geradezu perfekt ist, kommen noch etliche Kurzentschlossene hinzu. Das führt zwar zu gelegentlichem Anstehen, tut der guten Stimmung aber offenkundig keinen Abbruch.
Michael Schenk aus Stuttgart ist einer der regelmäßigen Besucher: „Für mich ist es inzwischen eine lieb gewonnene Routine geworden, hier Jahr für Jahr dabei zu sein. Ich mag die tolle Aussicht und die entspannte Atmosphäre.“ Er genieße den Tag jedes Mal und finde es zudem praktisch, dass sich die An- und die Abreise problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewerkstelligen lasse, fügt er hinzu.
Aus der Premiere könnte eine Routine werden
Das sieht eine kleine Gruppe jüngerer Frauen aus dem Remstal genauso. Zum Abschluss lässt es sich das Quintett in der Mettinger Kelter noch eine Weile gut gehen. Für die Fünf war der Ausflug zum Weinwandertag eine Premiere, die sie allesamt mit einem nach oben gestreckten Daumen bewerten. Gut möglich also, dass daraus eine lieb gewonnene Routine wird.