Eurogruppen-Chef weist Vorwürfe zurück Südliche EU-Staaten empört über Dijsselbloem-Äußerungen

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem Foto: dpa
Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem Foto: dpa

Der Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hat mit Äußerungen zu den südlichen EU-Staaten massive Kritik auf sich gezogen. Dijsselbloem hat nun die Empörung zurückgewiesen.

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Den Haag - Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem weist die Empörung in südlichen EU-Staaten über seine Äußerungen in einem Zeitungsinterview zurück. Er habe allgemein über die Solidarität in der Eurozone gesprochen und nicht bestimmte Länder kritisiert, sagte ein Sprecher des niederländischen Finanzministers am Mittwoch in Den Haag.

Der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagausgabe) hatte der Chef der Eurogruppe gesagt: „Als Sozialdemokrat halte ich Solidarität für äußerst wichtig. Aber wer sie einfordert, hat auch Pflichten. Ich kann nicht mein ganzes Geld für Schnaps und Frauen ausgeben und anschließend Sie um Ihre Unterstützung bitten.“ Vor allem Politiker in südeuropäischen Ländern hatten empört reagiert und den Rücktritt Dijsselbloems gefordert.

Auf die heftige Kritik an den Äußerungen wollte der Sprecher nicht eingehen. Im Europäischen Parlament hatte der Minister bereits Forderungen nach einer Entschuldigung zurück gewiesen.




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