Europa League Schwache Hoffenheimer verpassen Achtelfinale

Moldes Eirik Andersen (23) erzielt sein zweites Tor. Foto: dpa/Uwe Anspach
Moldes Eirik Andersen (23) erzielt sein zweites Tor. Foto: dpa/Uwe Anspach

Die Europa League sollte die Kür für die in der Liga schwächelnden Hoffenheimer sein. Doch gegen Molde FK aus Norwegen blamiert sich der favorisierte Bundesligist.

Sinsheim - Was für ein Ärgernis für die TSG 1899 Hoffenheim! Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß vergeigte in der Europa League auch das Rückspiel gegen Molde FK und verpasste mit dem 0:2 (0:1) den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale eines internationalen Wettbewerbs. Der Außenseiter aus Norwegen konnte seinen Erfolg im leeren Sinsheimer Stadion am Donnerstagabend kaum fassen.

Eirik Andersen erschreckte die Gastgeber mit dem 1:0 in der 20. Minute und setzte in der Nachspiel mit dem 2:0 den Schlusspunkt. Der Fußball-Bundesligist konnte zahlreiche Chancen wie schon beim 3:3 im Hinspiel im spanischen Villarreal vor einer Woche nicht nutzen. So erlebten die Kraichgauer nach einer ungeschlagenen Vorrunde die erste Europacup-Niederlage in dieser Saison - und ein ganz bitteres Aus.

Dabei hatte der Club unter Hoeneß erstmals international überwintert. Mit Trainer Julian Nagelsmann waren die Hoffenheimer einst in der Europa League und in der Champions League jeweils nach der Vorrunde ausgeschieden.

Grillitsch als Abwehrchef

Die TSG setzte wie zuletzt beim 4:0 gegen Werder Bremen auf Florian Grillitsch als Abwehrchef und auf das zuletzt bewährte Trio Ihlas Bebou, Munas Dabbur und Christoph Baumgartner im Angriff. Der kroatische Torjäger Andrej Kramaric saß nach überstandener Sprunggelenkverletzung wie am Wochenende zunächst auf der Bank.

Die Hoffenheimer begannen dominant und hätten bei einem Kopfball von Bayern-Leihgabe Chris Richards und einem Flachschuss von Munas Dabbur nach einer Viertelstunde bereits führen können. Doch Andersen mit einem Aufsetzer ins lange Ecke düpierte dann Torwart Oliver Baumann, der auf dem falschen Fuß erwischt wurde.

„Laufwege!“ brüllte Baumann nach dem Rückschlag seinen Kollegen von hinten heraus zu. Denn die bewegten sich viel zu wenig. Und so fanden Ballverteiler Sebastian Rudy sowie die Flügelspieler Marco John und Pavel Kaderabek nicht mehr viele Lücken in der Abwehr der robusten Norweger, deren Saison erst im April anfängt.

Linde pariert erneut stark

Erneut Dabbur scheiterte mit einem Kopfball aus zwei Metern (29.) und kurz nach dem Wechsel mit einem Drehschuss an Moldes starkem Keeper Andreas Linde (50.). Dabei konnte der israelische Stürmer bis dato 24 Tore in 51 Europa League-Spielen vorweisen. Im Hinspiel hatte Dabbur beim Stand von 3:1 für Hoffenheim einen Elfmeter verschossen.

Fast hätte sich die TSG bei einem Konter dann das 0:2 eingefangen: Grillitsch rettete im letzten Moment gegen Marcus Pedersen, der auf Baumann zustürmte. Mit der Einwechslung von Kramaric in der 57. Minute wuchs die Zuversicht der TSG, doch noch die Wende zu schaffen. Doch auch der Vize-Weltmeister konnte seinem Team nicht mehr groß helfen. Seinen Schuss in der 84. Minute parierte der erneut stark reagierende Linde.




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