Europas Fußballer des Jahres Lewandowski holt sich die Krone - Flick bester Trainer

Von red/dpa 

Und noch ein Titel für Robert Lewandowski. Der Triple-Gewinner vom FC Bayern wird als bester Fußballer des Kontinents geehrt. Hansi Flick überragt bei den Trainern.

Robert Lewandowski ist Europas Fußballer des Jahres, Hansi Flick wurde als Trainer des Jahres geehrt. (Archivbild) Foto: Bernd Feil/M.i.S./Bernd Feil/M.i.S./Pool
Robert Lewandowski ist Europas Fußballer des Jahres, Hansi Flick wurde als Trainer des Jahres geehrt. (Archivbild) Foto: Bernd Feil/M.i.S./Bernd Feil/M.i.S./Pool

Genf - Stürmerstar Robert Lewandowski ist zum besten Fußballer des Kontinents gewählt worden. Der Triple-Gewinner vom FC Bayern München wurde am Donnerstabend in Genf geehrt, er setzte sich gegen seinen Teamkollegen Manuel Neuer und den Belgier Kevin De Bruyne von Manchester City durch. Für den 32 Jahre alten Polen scheint es keine Grenzen mehr zu geben: Torschützenkönig in der Bundesliga (34 Tore), Champions League (14) und im DFB-Pokal (6), dazu die Bayern-Triumphe in allen drei Wettbewerben sowie die beiden Supercup-Siege in dieser Saison. Fehlt nur noch die mögliche Wahl zum Weltfußballer des Jahres.

„Ich bin total stolz auf die gesamte Mannschaft, auf das, was wir erreicht haben“, sagte Lewandowski, der schon bei seiner Wahl zum besten Stürmer der vergangenen Spielzeit locker und gelöst wirkte. Neben ihm saßen da grinsend Neuer und Joshua Kimmich, die die individuellen Auszeichnungen für die Positionen Tor und Abwehr abräumten. Die beeindruckende Dominanz des FC Bayern spiegelte sich in dem Genfer TV-Studio einmal mehr wieder. Erfolgscoach Hansi Flick wurde als Trainer des Jahres geehrt.

„Das ist eine große Ehre, aber ohne mein Team herum hätte ich das nie geschafft“, sagte der 55-Jährige. „Das war ein absolut verrücktes Jahr. Wir haben es von Anfang an richtig gut gemacht.“

Zu besten Spielerin Europas wurde Pernille Harder gewählt. Nationalspielerin Dzsenifer Marozsán von Champions-League-Sieger Olympique Lyon wurde als beste Mittelfeldspielerin ausgezeichnet. „Ich bin sehr, sehr glücklich über diese Trophäe“, sagte die 28-Jährige.

De Bruyne bekam Trostpreis für den besten Mittelfeldspieler

Bei den Männern bekam De Bruyne den Trostpreis für den besten Mittelfeldspieler, hier standen auch Thomas Müller und der Ex-Münchner Thiago zur Auswahl. Kimmich setzte sich gegen seine Teamkollegen David Alaba und Alphonso Davies durch.

„Wir haben eine besondere Mannschaft und hatten einen ganz besonderen Spirit im Team“, sagte Neuer. Das Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain (1:0) sei sehr besonders gewesen. „Der Fokus war bei uns allen zu 100 Prozent da, und für mich als Torwart kommt es darauf an, in den entscheidenden Momenten da zu sein.“ Kimmich äußerte zum Finalsieg: „Das war unglaublich, ein großer Traum ist in Erfüllung gegangen.“

Flick und Lewandowski hatten sich bereits bei der vom „Kicker“ durchgeführten Wahl zum nationalen Fußballer des Jahres durchgesetzt - wenig überraschend. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge würdigte Lewandowski zuletzt als den „vielleicht besten Profi, den ich hier erlebt habe“. Vor allem wird der Pole anscheinend im Alter immer besser. „Wenn ich manchmal in der Kabine bin und seinen Oberkörper sehe - er ist wie Adonis. Besser geht es nicht“, bemerkte Rummenigge.

Ob der Stürmerstar noch in diesem Jahr den nächsten individuellen Titel abräumt, ist offen. Die Weltfußballer-Wahl, die vom Weltverband FIFA durchgeführt wird, ist bislang aber nur verschoben, aber nicht abgesagt worden.




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