European League of Football Was Stuttgart Surge nach dem verlorenen ELF-Finale vorhat

Im ELF-Finale unterlag Stuttgart Surge am Sonntag dem Team von Rhein Fire. Foto: dpa/Federico Gambarini

Nach der Finalteilnahme in der European League of Football will sich Stuttgart Surge unter den Topclubs der Profiliga etablieren. Geschäftsführer Suni Musa blickt bereits nach vorn. Was hat er vor?

Sport: Dirk Preiß (dip)

Mit dem Titel gerechnet hatte vor der Saison niemand. Dennoch war nach dem verlorenen Finale der European League of Football (ELF) die Enttäuschung groß bei den Protagonisten von Stuttgart Surge. Einige Spieler lagen entkräftet auf dem Rasen, bei manchen flossen Tränen, der Headcoach Jordan Neuman hatte auf der Pressekonferenz einen eher leeren Blick. Auch Suni Musa trauerte der vertanen Chance ein wenig nach – doch dann blickte der Geschäftsführer gleich nach vorn. Mit einigen Ambitionen.

 

„Die Finalteilnahme“, sagte der Surge-Manager, „hat Lust auf mehr gemacht.“ Schon am Tag nach dem Endspiel, verkündete er, beginne daher schon die Preseason für das kommende Jahr. Wobei: Ein paar Monate bekommen die Spieler natürlich eine Pause. „Wir bauen das Team auf, dann dürfen sich die Spieler erholen, sie haben schließlich Großartiges geleistet“, sagte Musa. Das Projekt Stuttgart Surge soll aber schon vor dem Saisonstart 2024 weiter wachsen.

Nach dem Katastrophenjahr 2022 ohne einen einzigen Saisonsieg haben sie auf der Waldau einen neuen Plan erarbeitet, den der Trainer Jordan Neuman nun umsetzt. „Es ist ein Zwei-Jahres-Plan“, sagte Musa, „im Grunde haben wir ihn in diesem Jahr schon übererfüllt.“ Doch das ist ihm ganz recht.

Stuttgart Surge will wirtschaftlich wachsen

Denn Stuttgart Surge hat vor allem sein Image und damit seine Außenwirkung gewandelt. „Wir werden jetzt ernst genommen“, sagte er, nun heiße es: „Mund abwischen, aufstehen und weitermachen.“ Mit der Finalteilnahme und der damit verbundenen Präsenz – die Partie wurde live im Free-TV übertragen, 31 500 Zuschauer waren im Stadion – soll das ELF-Franchise auch wirtschaftlich weiter wachsen. Gelingt dies, können auch die Strukturen angepasst und die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden. Musa gibt durchaus zu, dass der überraschende Erfolg die schlanke Surge-Organisation an ihre Grenzen gebracht hat.

Beim Manager ist die Zuversicht, dass Stuttgart ein starker Football-Standort in der ELF werden und bleiben kann, gestiegen. „Da wird in Zukunft noch einiges kommen“, sagte er direkt nach dem Endspiel in Duisburg, „wir sind noch nicht ganz da, wo wir hinwollen.“ Das hat das Ergebnis des Championship Game gezeigt.

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