Im vergangenen Jahr schrieb Eva Lys in Melbourne ein Tennis-Märchen. Diesmal jedoch endeten die Australian Open für die derzeit beste deutsche Tennisspielerin schon früh – und mit einer schmerzhaften Enttäuschung.

Digital Desk: Florian Huth

Ein Jahr nach ihrem sensationellen Einzug ins Achtelfinale musste sich Lys in der ersten Runde der Rumänin Sorana Cirstea mit 6:3, 4:6, 3:6 geschlagen geben. Nach 2:10 Stunden war das Aus besiegelt – ebenso wie zuvor bereits für Tatjana Maria und Ella Seidel. Vor allem eine unkonzentrierte und fehleranfällige Vorstellung kostete Lys den erneuten Sprung in die zweite Runde.

 

Eva Lys scheidet bei den Australian Open aus

Dabei hatte die Norddeutsche 2024 als sogenannte Lucky Loserin für Aufsehen gesorgt und in Melbourne ihr bislang bestes Grand-Slam-Ergebnis erzielt – der Startschuss für eine starke Saison, an deren Ende sie sich zur deutschen Nummer eins aufschwang. Gegen Cirstea jedoch wirkte Lys von Beginn an nervös und angespannt. Der Druck, viele Weltranglistenpunkte aus dem Vorjahr verteidigen zu müssen, schien sie zu hemmen. Zwar gelang ihr ein frühes Break, echte Sicherheit brachte das aber nicht. Dennoch entschied Lys den ersten Satz nach 42 Minuten für sich.

Eva Lys mit vielen einfachen Fehlern

Im zweiten Durchgang schien sich die Anspannung zunächst zu lösen. Wieder nahm Lys ihrer Gegnerin früh den Aufschlag, der Weg in Runde zwei schien offen. Doch plötzlich verlor sie völlig den Rhythmus. Einfache Fehler häuften sich, Cirstea nutzte die Schwächephase konsequent zum Satzausgleich.

Auch eine kurze Pause abseits des Platzes brachte keine Wende. Die Hamburgerin blieb fahrig, haderte sichtbar mit sich selbst. Nach einem Doppelfehler verlor sie zum 1:3 erneut ihren Aufschlag, die Fehlerquote stieg weiter. Zwar kämpfte sich Lys noch einmal zum 3:3 heran, doch erneut gab sie ihr Service ab – und damit wenig später das Match. Am Ende standen 50 vermeidbare Fehler zu Buche: zu viele für ein Happy End in Melbourne.

Eva Lys fällt in der WTA-Weltrangliste zurück

Für Eva Lys hat das frühe Aus auch gravierende Konsequenzen in der Weltrangliste. Im Vergleich zum Vorjahr verliert sie 170 Punkte und rutscht von Platz 39 deutlich ab. Nach den Australian Open wird Lys nur noch um Rang 60 geführt werden. Um beim nächsten Grand-Slam-Turnier Ende Mai/Anfang Juni in Paris gesetzt zu sein, ist sie nun vor allem bei den anstehenden Masters-Turnieren gefordert.