Evangelischen Kirche Großer Andrang bei „Liebeszeit-Segen“ im Schloss Ludwigsburg
Mehr als 210 Paare ließen sich am Valentinstag im Ludwigsburger Schloss segnen. Auch queere Paare waren dabei.
Mehr als 210 Paare ließen sich am Valentinstag im Ludwigsburger Schloss segnen. Auch queere Paare waren dabei.
Am Valentinstag haben mehr als 210 Paare im Ludwigsburger Schloss einen kirchlichen Segen für ihre Liebe empfangen – bei der Aktion „Liebeszeit-Segen“ der evangelischen Kirchen in Ludwigsburg. Ein „Ansturm“, den die Organisatoren nicht erwartet hatten, wie Pfarrer Stephan Seiler-Thies, einer von rund 20 Pfarrerinnen und Diakoninnen, die an diesem Tag zahlreiche Segenssprüche weitergaben, bestätigte.
Die vorab freigegebenen Zeitslots seien schnell ausgebucht gewesen – deshalb hätten die Geistlichen jede verfügbare Pause genutzt, um auch spontan vorbeikommende Paare zu segnen. Teils bildeten sich Schlangen im Foyer, bis die nächsten Geistlichen für den Segen frei waren.
Die Anlässe, warum die Menschen kamen, seien vielfältig gewesen: Jung verliebt oder schon lange zusammen, mit Ehejubiläen oder einfach, weil es gerade schön ist – oder weil schwere Zeiten überwunden werden sollen. Auch sechs queere Paare seien bei der kirchlichen Veranstaltung dabei gewesen und hätten den Segen gesucht.
In drei barocken Schlossräumen wurden in mehreren Nischen Segen in unterschiedlichen Formen gespendet. Manche Paare flochten laut Seiler-Thies vor dem Segen Liebesbänder, alle erzählten, warum sie gekommen waren, was sie miteinander erlebt haben oder was sie sich für die Zukunft erhoffen. Ein Paar steckte sich vor dem Segen nochmals seine Eheringe an.
Laut den Organisatoren verweilten viele Paare nach dem Segen noch in einem der Schlossräume, stießen mit Sekt oder Selters auf ihre Liebe an, bedienten sich am Buffet und plauderten mit den Segnenden, bis diese das nächste Paar begrüßten.
Auch die parallele Aktion „Küss mich im Schloss“, mit der Paare nach einem Kuss kostenlos ins Ludwigsburger Schloss inklusive Schlossführung kamen, wurde laut Seiler-Theis stark nachgefragt. Etliche Paare verbanden beide Aktionen miteinander, ließen sich segnen und nahmen an einer Schlossführung teil.