Evas Stall in Stuttgart Besinnliches Weihnachtsfest für bedürftige Menschen

Zwischen 1.200 und 1.500 Menschen kommen insgesamt in die Stallweihnacht. Foto: Lichtgut/Michael Latz 5 Bilder
Zwischen 1.200 und 1.500 Menschen kommen insgesamt in die Stallweihnacht. Foto: Lichtgut/Michael Latz

Seit dem Nachkriegswinter 1945 kommen in Evas Stall in Stuttgart an Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag Menschen zusammen, die keine Familie oder Freunde haben, die arm und einsam sind.

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Stuttgart - Im Haus der Diakonie herrscht geschäftiges Treiben. Rund 120 freiwillige Helfer eilen durch die Gänge, machen Kaffee, verteilen Plätzchen an den Tischen und begrüßen Neuankömmlinge. Doch viel wichtiger: „Wir haben so viele, die mit anpacken, dass jeder Zeit hat, sich auch mal zu den Leuten an den Tisch zu setzen und sich zu unterhalten“, sagt Peter Meyer.

Meyer ist Stadtmissions-Leiter und Hautverantwortlicher für Weihnachten in Evas Stall der evangelischen Gesellschaft Stuttgart. Seit dem Nachkriegswinter 1945 kommen hier an Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag Menschen zusammen, die keine Familie oder Freunde haben, die arm und einsam sind.

Jeder Gast bekommt eine Bescherungstasche

An Heiligabend gibt es Kaffee, Plätzchen, ein Essen und später am Abend einen Gottesdienst in der Leonhardskirche. „Dein Theater“ sorgt mit Liedern und Texten aus der Weihnachtsgeschichte für besinnliche Stimmung. Sogar Geschenke bleiben nicht aus: Jeder Gast bekommt eine Bescherungstasche mit handgestrickten Socken, Pullovern, Schals, Süßigkeiten oder Einkaufsgutscheinen. Für all jene, denen es an vielem mangelt, ein besonders schöner Moment bei der Stallweihnacht.

„Viele sind jedes Jahr bei uns, sie kennen sich und haben ihren Stammplatz“, sagt Martina Ehrlich von der evangelischen Gesellschaft. Zwischen 1.200 und 1.500 Menschen kommen insgesamt in die Stallweihnacht. „Wir möchten ein Willkommensgefühl für Menschen schaffen, die das ganze Jahr über mit ihrer Existenz zu kämpfen haben. Heute sollen sie mit leichtem Herzen Weihnachten feiern dürfen“, sagt Peter Meyer und blickt in den großen Saal, einer von vielen festlich geschmückten Räumen, in denen an diesem Tag zufriedenes Gemurmel zu vernehmen ist. „Für uns ist die Stallweihnacht Ziel und neuer Startpunkt unserer Jahresarbeit“, sagt der Sozialdekan. Auch sonst ist das Haus der Diakonie Anlaufstelle für Menschen in Not.




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