Ex-Europaminister wird Unternehmensberater Peter Friedrich geht in die Wirtschaft

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Der Europaminister der grün-roten Landesregierung kehrt der Politik den Rücken. Peter Friedrich wird auch nicht mehr als stellvertretender SPD-Landesvorsitzender kandidieren.

Peter Friedrich verlässt die politische Bühne. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Peter Friedrich verlässt die politische Bühne. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Stuttgart - Peter Friedrich ist als neuer Partner bei der Frankfurter Unternehmensberatung Gauly, Dittrich, van de Weyer eingestiegen. Der Exminister verstärke seit Anfang September das Team für Strategie und Kommunikation, teilt das Unternehmen mit. Friedrich werde die Büros in Berlin und Brüssel leiten und die politische Kommunikation bestreiten.

Der 44 Jahre alte Verwaltungswissenschaftler Friedrich war in der grün-roten Landesregierung von 2011 bis 2016 Minister für den Bundesrat, Europa und internationale Beziehungen. Der SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid hatte den Konstanzer Bundestagsabgeordneten in das Kabinett geholt. Friedrich saß seit 2005 für die SPD im Bundestag. Mit dem Eintritt in die Landesregierung legte der Generalsekretär der Landes-SPD sein Bundestagsmandat nieder. Bei der Landtagswahl 2016 kämpfte Friedrich um ein Abgeordnetenmandat im Wahlkreis Konstanz, verfehlte aber den Einzug in den Landtag.

Vom Bodensee in die Landeshauptstadt

Im August sind Friedrich und seine Frau Hanna Binder mit ihren beiden Kindern von Konstanz nach Stuttgart umgezogen. Mit dem Umzug und dem beruflichen Wechsel werde er „auch weiterein in Stuttgart, Berlin und Brüssel tätig sein“, erklärte Friedrich. Noch ist er stellvertretender Landesvorsitzender der baden-württembergischen SPD für den Bezirk Südbaden. Beim Parteitag am 22.Oktober in Heilbronn werde er aber nicht wieder als Stellvertreter antreten, sagte er der Stuttgarter Zeitung. Der Südbadener ist auch Mitglied im Bundesvorstand der SPD.