Ex-Schultes von Kernen Ehemaliger Schultes geht nach Schorndorf

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Stefan Altenberger wird Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung.

Stefan Altenberger leitete die Geschicke von Kernen von 2003 bis 2019. Foto: Stadt Schorndorf
Stefan Altenberger leitete die Geschicke von Kernen von 2003 bis 2019. Foto: Stadt Schorndorf

Kernen/Schorndorf - Kernens im vorigen September abgewählter Bürgermeister Stefan Altenberg hat eine neue berufliche Perspektive gefunden. Vom 1. April an wird der 55-Jährige Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung in der Stadt Schorndorf. Er wurde dort in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstagabend gewählt. Altenberger hatte sich in der Sitzung den Räten persönlich präsentiert, er war nach Auskunft der Stadt am Ende des von einer externen Personalberatung gemanagten Bewerbungsverfahrens der einzige Kandidat gewesen, der sich dem Gremium stellte.

Altenberger leitete die Geschicke von Kernen von 2003 bis 2019

„Als Fachbereichsleitung (m/w/d) Sicherheit und Ordnung überzeugen Sie durch eine lösungsorientierte Arbeitsweise und optimistische Grundhaltung. Dadurch meistern Sie den Spagat zwischen administrativen und hoheitlichen Aufgaben einerseits und unserem Dienstleistungsgedanken andererseits“, so wurde die Stelle einmal im vorigen Sommer beschrieben. „Es gab mehrere Ausschreibungen“, sagt Schorndorfs Erster Bürgermeister Edgar Hemmerich. „Wir hatten längere Zeit keine glückliche Hand“, erklärt er den Umstand, dass diese Stelle unbesetzt geblieben war. „Ich habe den Bereich zwei Jahre lang kommissarisch selbst geführt“, sagt Hemmerich.

„Wir freuen uns, dass wir mit Stefan Altenberger einen erfahrenen und im Remstal sehr gut vernetzten Kollegen für unsere Stadt gewinnen konnten“, sagt der Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer. Das unterstreicht auch der Erste Bürgermeister. „Wenn jemand 16 Jahre lang für eine Gemeinde zuständig war, kennt er die Bedürfnisse, die so eine Aufgabe mit sich bringt“, meint Edgar Hemmerich. „Ich freue mich auch persönlich“, fügt er hinzu. Seit er selbst 2013 ins Amt kam, kenne er Altenberger von verschiedenen Bürgermeister-Treffen. Auch durch die Remstal-Gartenschau im vorigen Jahr gab es Begegnungen. Altenberger leitete die Geschicke von Kernen von 2003 bis 2019.

In Schorndorf warte auf ihn „eine interessante Stelle“, sagt sein künftiger Chef

Hemmerich wird der Vorgesetzte von Altenberger sein, der in Schorndorf künftig für rund 30 Mitarbeiter verantwortlich ist. Nicht nur die personelle Verantwortung ist in Schorndorf eine kleinere im Vergleich mit der Chefposition der Verwaltung in Kernen. Auch finanziell wird Altenberger Zugeständnisse machen. Muss Schorndorf also damit rechnen, dass der neue Fachbereichsleiter abhanden kommt, wenn sich die Chance einer Bürgermeisterstelle eröffnet? „Das habe ich ihn auch gefragt“, sagt Edgar Hemmerich. Altenberger habe versichert, dass er sich nicht mehr als Bürgermeister bewerben wolle. Dessen Versuch, im November Beigeordneter der Stadt Radolfzell am Bodensee zu werden, scheiterte knapp – die Amtsinhaberin wurde in geheimer Abstimmung für eine zweite Amtszeit gewählt. Der Weg zurück in die Verwaltung sei für ehemalige Bürgermeister „nicht unüblich“, sagt Hemmerich. Altenberger war früher bei der Stadt Stuttgart tätig, unter anderem als stellvertretender Verwaltungsleiter beim Gesundheitsamt.

In Schorndorf warte auf ihn „eine interessante Stelle“, sagt sein künftiger Chef. Die Umplanung des zentralen Omnibusbahnhofs stehe an, an einem Konzept für die Sicherheit bei Veranstaltungen wie dem mehrtägigen Stadtfest werde gefeilt, auch das Management für ein Parkleitsystem gehöre zu den Herausforderungen.

„Aktuellen Entwicklungen und kommenden Veränderungsprozessen begegnen Sie mit Offenheit und Gestaltungswillen“, formulierte Schorndorf in der Stellenausschreibung. „Stefan Altenberger hat große Netzwerke aufgebaut“, sagt Edgar Hemmerich, „und davon profitiert auch die Stadt.“ Altenberger, der mit seiner Frau und den beiden Kindern in Stetten wohnt, war am Freitag nicht für eine Stellungnahme erreichbar. „Ich liebe das Remstal“, hatte er gesagt, als es um die Perspektive am Bodensee ging, für die er seinen Lebensmittelpunkt verändert hätte. Das ist nun nicht mehr nötig.




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