Ex-Vorstandschef des VfB Stuttgart Thomas Hitzlsperger geht unter die Restaurant-Besitzer

Thomas Hitzlsperger gehört nun ein Restaurant. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Der frühere Vorstandsboss und Profi des VfB Stuttgart hat ein renommiertes Lokal erworben. Wo genau befindet es sich? Und was steht auf der Speisekarte?

Sport: David Scheu (dsc)

Fast eineinhalb Jahre ist es mittlerweile her, dass Thomas Hitzlsperger beim VfB Stuttgart als Vorstandsvorsitzender seine Zelte abgebrochen hat. Langweilig ist es dem heute 41-Jährigen seitdem aber keineswegs geworden. Im März stieg Hitzlsperger mit seiner Firma Sports Strategy Excellence 22 beim dänischen Fußballverein Aalborg BK ein und übernahm 20 Prozent der Anteile für rund zwei Millionen Euro.

 

Nun ist der frühere VfB-Profi auch unter die Restaurantbesitzer gegangen. In London, zentral gelegen im Bezirk Soho, gehört Hitzlsperger die Institution „L’Escargot“ – nichts weniger als das älteste französische Lokal in der britischen Hauptstadt mit einer nun schon 127-jährigen Geschichte.

Wie es dazu kam? Hitzlsperger kennt das Restaurant schon länger. Ende 2014 war er das erste Mal dort, als er die Stadt knapp ein Jahr nach seinem Coming-Out anlässlich der „Rainbow Laces Campaign“ besuchte – ein jährliches Event zur Unterstützung der LGBTQ+-Community. „Ich habe London immer gemocht, war aber davor noch nicht dagewesen“, sagte Hitzlsperger der britischen Tageszeitung „The Daily Mail“. Sein Abstecher ins „L’Escargot“ sei aus sämtlichen Gründen ein wirklich guter Abend gewesen: „Die Atmosphäre war gut, das Essen, der Service.“

Französische Spezialitäten auf der Speisekarte

Hitzlsperger kam öfter, lernte die Besitzer kennen. Und erhielt schließlich das Angebot zu investieren, als das Restaurant infolge der Coronapandemie in Schwierigkeiten geraten war. „Ich habe das nie in Betracht gezogen“, sagte der Ex-Fußballer, „aber ich habe mir die Zahlen angeschaut, mit Leuten über die Risiken in der Restaurant-Branche gesprochen – und mich dann dazu entschlossen, diese Chance wahrzunehmen.“ Entscheidend sei seine Liebe zu London und die Qualität des Lokals gewesen.

Auf der Speisekarte stehen natürlich – wie es der Name nahelegt – Schnecken in allen Variationen. Aber auch weitere französische Spezialitäten sind im Angebot. Wilde Pilze mit Trüffel-Risotto für 24 Pfund, Hummersuppe für 18 Pfund oder eine Käseplatte für 16 Pfund zum Beispiel.

Bis Mai war das Restaurant wegen Sanierungsarbeiten rund ein halbes Jahr geschlossen. Jetzt hat es wieder geöffnet. Und Hitzlsperger will es auch mit neuen Ideen voranbringen. „Mich interessiert, welche Veränderungen es für eine erfolgreiche Zukunft braucht. Ich liebe neue Herausforderungen.“ Dazu zählt für ihn mittlerweile auch das Schreiben: Hitzlsperger arbeitet derzeit an seiner Autobiografie, die kommendes Jahr erscheinen soll. Keine Zeit für Langweile also.

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