Expansion in Ludwigsburg Bosch zieht in die ehemalige EnBW-Zentrale

Die alte EnBW-Zentrale stand lange leer – jetzt übernimmt Bosch das markante Gebäude. Foto: factum/Archiv
Die alte EnBW-Zentrale stand lange leer – jetzt übernimmt Bosch das markante Gebäude. Foto: factum/Archiv

Die Stadt Ludwigsburg hat endlich einen Nutzer für die ehemalige EnBW-Zentrale gefunden. Bosch wird das dreistöckige Gebäude mieten und an dem Standort mehrere Einheiten bündeln. Auch an anderer Stelle expandiert das Unternehmen.

Lokales: Tim Höhn (tim)

Ludwigsburg - Dass Bosch an der Immobilie interessiert ist, war bekannt – jetzt ist der Deal in trockenen Tüchern. Das Stuttgarter Unternehmen wird im kommenden Jahr die ehemalige EnBW-Zentrale an der Hoferstraße in Ludwigsburg übernehmen und dort mit 200 Mitarbeitern einziehen. Man habe in den vergangenen Monaten „verschiedene Liegenschaften im Großraum Stuttgart geprüft, um bislang getrennte Einheiten zusammenzuführen“, teilt Bosch dazu mit. Nun sei der Mietvertrag für die Hoferstraße fixiert worden. Welche Sparten in Ludwigsburg gebündelt werden, bleibt vorerst geheim, weil die Mitarbeiter noch informiert werden müssen.

Für das Rathaus ist das eine gute Nachricht. Zum einen, weil nach Porsche mit Bosch ein zweiter Global Player in Ludwigsburg expandiert. Zum anderen, weil die Stadt endlich einen dauerhaften Nutzer für das dreistöckige und 8000 Quadratmeter große Gebäude bekommt. Die EnBW hat Ludwigsburg 2014 im Streit verlassen, weil sie die Konzession für den Betrieb der Stromnetze verloren hatte, und danach stand die Immobilie unweit des Bahnhofs lange leer. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise wollte das Land darin eine Erstaufnahmestelle für bis zu 500 Asylbewerber integrieren, was die Stadt verhinderte, in dem sie das Gebäude kaufte. Anfang 2018 wird es in den Besitz der Ludwigsburger Wohnungsbau-Gesellschaft übergehen, die es dann an Bosch vermietet.

Die Gesamtzahl der Bosch-Mitarbeiter steigt auf weit über 500

Einige Flächen sind zurzeit noch von einer Agentur belegt, die nun für Bosch weichen muss. Auch das im Juli eröffnete städtische Stadtlabor, eine Denkwerkstatt für Bürger, Unternehmen und Wissenschaftler, muss an einen anderen Ort verlegt werden. Bosch wird das Gebäude nach eigenen Angaben erst einmal baulich an die eigenen Bedürfnisse anpassen, bevor Mitte 2018 die Mitarbeiter einziehen. Auch an den anderen Standorten in der Ludwigsburger Weststadt wächst das Unternehmen – schon bald wird die Gesamtzahl der Mitarbeiter weit über 500 steigen. Auf dem Gelände des Werkzentrums West zieht Bosch Anfang 2018 weitere Teams der hauseigenen Start-up-Gesellschaft zusammen. Ebenfalls im Werkzentrum ist ein gemeinsames Entwicklungszentrum von Bosch und Daimler angesiedelt. Vor allem die Start-ups werden laut Bosch in Zukunft weiter stark wachsen.




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