Extremschwimmer im Bodensee Auch Maximilian Melyarki gibt auf

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Er kam nur bis zur Hälfte: In der Nacht zu Mittwoch hat Maximilian Melyarki seinen Versuch beendet, den Bodensee auf ganzer länge ohne Neoprenanzug zu durchschwimmen – wegen eines Bauchmuskelkrampfs.

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Bodman-Ludwigshafen/Bregenz - Der Extremschwimmer Maximilian Melyarki hat in der Nacht zum Mittwoch seinen Schwimm-Marathon im Bodensee abgebrochen. „Ich hatte einen Bauchmuskelkrampf“, sagte Melyarki der Nachrichtenagentur dpa am frühen Morgen. „Das waren die Schmerzen meines Lebens“.

Um 1.19 Uhr beendete er den Versuch, das Gewässer in seiner ganzen Länge von 64 Kilometern ohne Neoprenanzug zu durchschwimmen, wie Oliver Halder von der Event-Organisation Bodenseequerung mitteilte. Mit 33 Kilometern schaffte Melyarki die Hälfte der Strecke. Er war am Dienstagvormittag in Bodman-Ludwigshafen (Kreis Konstanz) gestartet und wollte eigentlich bei Bregenz wieder an Land gehen.

Der Student aus dem bayerischen Altötting war nach seinem Versuch erschöpft, zog aber eine positive Bilanz. „Ich habe gesagt, ich will meine Grenzen wissen, ich will die austesten, wie weit kann ich gehen. Das habe ich mit den Schmerzen erreicht. Ich bin zufrieden, mein Team auch.“ Er wollte mit der Aktion Geld für den Verein Schutzhöhle sammeln, der die Aufklärung und Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern unterstützt. Über 3300 Euro habe er nun erschwommen.

Vor Melyarki hatten der Extremschwimmer Bruno Dobelmann und die Dresdnerin Kirsten Seidel bei ähnlichen Schwimm-Vorhaben ihre jeweiligen Ziele nicht erreicht. Für Melyarki war es auch eine Herausforderung, nachts zu schwimmen. „Wenn man nur diese schwarze Leere sieht, man fühlt sich einsam, man fühlt sich irgendwie verlassen.“

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