Die Teams des EZ-Handballpokals 2026 stehen fest. Die Drittligisten TSV Neuhausen und TSV Wolfschlugen führen die Felder der Männer und Frauen an.
„Boah, das ist ja echt ein gutes Teilnehmerfeld“, lautete die erste Reaktion von Daniel Brack. Der Trainer tritt mit den Drittliga-Handballern des TSV Neuhausen als Titelverteidiger an, wenn am 3., 4. und 6. Januar 2026 im Esslinger Sportpark Weil der EZ-Handballpokal ausgespielt wird. Es ist der 30. EZ-Handballpokal bei den Männern, nach der erfolgreichen Premiere im Januar 2025 sind zum zweiten Mal Frauenteams dabei. Auch hier wird das Feld von einem Drittligisten und Titelverteidiger angeführt, vom TSV Wolfschlugen. Zehn Männer- und acht Frauenteams sind bei dem Traditionsturnier, das vom TV Reichenbach ausgerichtet und von der Volksbank Mittlerer Neckar, der Firma Karl Scharpf und Leos Sportmarketing unterstützt wird, am Start.
An den beiden Vorrundentagen wird mit jeweils einer Fünfergruppe bei den Männern und einer Vierergruppe bei den Frauen gespielt. Die Auslosung der Gruppen erfolgt in den kommenden Tagen. „Wir freuen uns, dass alles dabei ist, was im EZ-Land Rang und Namen hat“, sagt Reichenbachs Abteilungsleiter Marcus Masching, der mit seinem Verein nicht nur die Veranstaltung stemmen wird, sondern auch ein Männer- und ein Frauenteam ins Rennen schickt. Auch die Wolfschlugener, die SG Hegensberg/Liebersbronn und der TSV Denkendorf spielen im Sportpark Weil sowohl mit ihrem Frauen- als auch mit ihrem Männerteam mit. Wie bei der Premiere der Frauen werden die Spiele ineinander verzahnt ausgetragen, das kam im Januar 2025 beim Publikum und bei den Aktiven gut an.
So stark besetzt wie selten
Bei den Männern ist das Feld so stark wie selten, zwischen 3. Liga und Verbandsliga haben ausnahmslos alle Mannschaften aus dem Verbreitungsgebiet der Eßlinger Zeitung gemeldet – neben den Neuhausenern also auch die Regionalligisten HSG Ostfildern und TV Plochingen sowie der in die Verbandsliga abgestiegene TSV Deizisau, der mit seinen elf EZ-Pokal-Erfolgen seit dem Sieg der Neuhausener Anfang des Jahres nicht mehr alleiniger, sondern Mit-Rekordsieger ist. Im Januar 2025 setzten sich die Neuhausener im Finale mit 16:12 gegen die HSG durch. Etwas von außerhalb wird Oberligist SG Lauterstein das Turnier bereichern. „Für die unterklassigen Vereine ist eine Teilnahme vielleicht nicht mehr so attraktiv, aber das ist einfach dem enormen Niveau im EZ-Land geschuldet“, erklärt Masching.
Der EZ-Pokal fehlt Brack noch
Die Wolfschlugenerinnen holten den allerersten EZ-Pokal-Sieg der Frauen durch einen klaren 24:11-Endspielerfolg gegen den TV Nellingen. Die Nellingerinnen sind im Erwachsenenbereich ja mittlerweile von der Bildfläche verschwunden. Aber 2026 gibt es erneut ein hochklassiges Frauen-Feld. Neben den besten hiesigen Teams sind Regionalligist HSG Leinfelden-Echterdingen, Oberligist TSV Heiningen und der aufstrebende Verbandsligist TSV Neckartenzlingen dabei. Etwas ausrechnen werden sich aber auch die Denkendorferinnen aus der Oberliga. „Wir wollen uns auch mit unserem Team, das Tabellenführer der Landesliga ist, gut auf der EZ-Pokal-Bühne präsentieren“, kündigt Reichenbachs Masching zudem an.
Brack kommt zwar mit dem Titelverteidiger in den Sportpark Weil. Und er war als junger Spieler mit dem TSV Scharnhausen und später als Plochinger (Spieler-) Trainer auch schon beim Turnier dabei. Weil er die Neuhausener aber erst vor der laufenden Saison übernommen hat, klärt der Ex-Profi, der in seiner Handballkarriere so einiges erreicht hat, auf: „Der EZ-Pokal fehlt mir noch.“ Und überhaupt: „Ich freue mich auf das Turnier.“
Das Teilnehmerfeld
Männer
TSV Deizisau
TSV Denkendorf
Team Esslingen
SG Hegensberg/Liebersbronn
SG Lauterstein
TSV Neuhausen
HSG Ostfildern
TV Plochingen
TV Reichenbach
TSV Wolfschlugen
Frauen
TSV Denkendorf
SG Hegensberg/Liebersbronn
TSV Heiningen
HSG Leinfelden-Echterdingen
TSV Neckartenzlingen
TV Reichenbach
HC Wernau
TSV Wolfschlugen