Mehr als 2300 Schülerinnen und Schüler aus 101 Klassen im Kreis Esslingen beteiligen sich in diesem Jahr am EZ-Projekt „Zeitung in der Schule“. Sie tauchen ein in die Welt der Medienmacher und beschäftigen sich fünf Wochen lang intensiv mit ihrer Tageszeitung.

 
Schließen

Diesen Artikel teilen

In den kommenden Wochen wird die Eßlinger Zeitung wieder Stammgast in zahlreichen Klassenzimmern im Landkreis sein: 101 Klassen mit mehr als 2300 Schülerinnen und Schülern aller Schularten beteiligen sich diesmal am Projekt „Zeitung in der Schule“. Die Jüngeren lernen noch in der Grundschule das Einmaleins, während die Ältesten schon als Azubis die Berufsschulen besuchen. Doch ganz egal, wie jung oder alt sie sind – das Projekt bietet allen Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, in die moderne Medienwelt zu schnuppern, die Arbeit der Zeitungsmacher kennenzulernen und zu erleben, was es heißt, eine Tageszeitung stets pünktlich in gedruckter oder digitaler Form zu den Leserinnen und Lesern zu bringen. Mit einer Auftaktveranstaltung für die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer wurde nun die neue Runde des Projekts auf den Weg gebracht.

Medienbewusstsein wecken

„Zeitung in der Schule“ ist mittlerweile ein Klassiker geworden. Was Anfang der 90er-Jahre mit einigen wenigen Klassen begonnen hat, findet inzwischen seinen festen Platz im Jahresprogramm vieler Lehrerinnen und Lehrer. Johannes M. Fischer, der Chefredakteur der Eßlinger Zeitung, mag das Projekt nicht missen: „Unsere moderne Medienwelt wandelt sich rasant – man muss sich nur die jüngsten Entwicklungen wie ChatGPT anschauen. Deshalb ist es umso wichtiger, das Medienbewusstsein bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Schülerinnen und Schüler sollten lernen, Informationen zu nutzen und zu bewerten, verlässliche von unseriösen Infos zu unterscheiden und Zusammenhänge zu erkennen. Das wird in Zeiten der digitalen Transformation immer wichtiger.“ Und bei alledem soll die Lese- und Schreibkompetenz, die bisweilen ins Hintertreffen zu geraten droht, nicht zu kurz kommen. Weil all das nicht nur den Schulen wichtig ist, sondern auch der Eßlinger Zeitung, genießt das Projekt auch dort einen hohen Stellenwert.

Weil ein Projekt dieser Größenordnung und Intensität starke Partner braucht, unterstützt die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen „Zeitung in der Schule“ seit vielen Jahren. KSK-Regionaldirektor Felix von Heißen ist jedes Jahr aufs Neue begeistert, wenn er das Engagement von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern erlebt. Lesen, Schreiben und bewusste Mediennutzung sind für ihn wichtige Kompetenzen, die es zu fördern gelte. Die Stiftung der Kreissparkasse engagiert sich auf vielfältige Weise für junge Menschen. So wird ein Lesepreis für die besten Vorleserinnen und Vorleser ausgelobt, in einer kreisweiten Aktion erhalten die dritten Grundschulklassen insgesamt fast 5000 Bücher im Gesamtwert von mehr als 45 000 Euro. Felix von Heißen und Johannes M. Fischer sind sich einig, dass sich Kreissparkasse und Eßlinger Zeitung in ihrem Engagement für „Zeitung in der Schule“ ideal ergänzen.

Doch der Erfolg steht und fällt seit jeher mit den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern. Viele machen seit Jahren mit ihren jeweiligen Klassen mit, andere haben „Zeitung in der Schule“ erst ganz neu für sich entdeckt. Eine langjährige Begleiterin ist Patrizia Grillo, die an der Esslinger Schule Innenstadt internationale Klassen unterrichtet. Sie nutzt das Projekt, um Schülerinnen und Schülern ohne oder mit geringen Deutsch-Kenntnissen Sprache, aktuelles Wissen und Kultur zu vermitteln. Während der Auftaktveranstaltung gab die versierte Lehrerin ihren Kolleginnen und Kollegen jede Menge praktischer Tipps, wie die Tageszeitung am besten im Unterricht genutzt werden kann. Vor allem ermunterte Patrizia Grillo die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer, die Zeitung mit ihren Schülerinnen und Schülern nicht nur intensiv zu lesen und zu besprechen, sondern den jungen Leuten auch Gelegenheit zu geben, sich selbst als Nachwuchs-Journalisten zu versuchen und eigene Texte zu schreiben: „Für jede Altersstufe gibt es dafür geeignete Formate.“ Und sie hat mit ihrem „Zirkeltraining Zeitung“, das alle beteiligten Klassen kostenlos nutzen können, eine Möglichkeit entwickelt, wie Schülerinnen und Schüler gegen Ende des Projekts auf spielerische Weise testen können, was ihnen zum Thema Zeitung im Gedächtnis geblieben ist. „Das funktioniert auf unterhaltsame Weise“, verspricht Patrizia Grillo. „Schließlich soll das Projekt ja auch Spaß machen.“

„Zeitung in der Schule“ auf einen Blick

Das Projekt
 Die Eßlinger Zeitung bietet seit Anfang der 90er-Jahre das Projekt „Zeitung in der Schule“ an. Was mit einer Handvoll engagierter Lehrerinnen und Lehrer begonnen hatte, ist inzwischen zum Klassiker geworden: Schülerinnen und Schüler aller Schularten erhalten während des Projekts Gelegenheit, sich aus erster Hand zu informieren, wie viel Fachkenntnis, Arbeit, Technik und Ideen nötig sind, damit die Tageszeitung jeden Tag pünktlich in gedruckter oder in digitaler Form zu den Leserinnen und Lesern kommt.

Das Angebot
 Die beteiligten Klassen können die Eßlinger Zeitung fünf Wochen lang in gedruckter und digitaler Form lesen. Redakteurinnen und Redakteure kommen mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch und laden sie dazu ein, selbst Texte zu schreiben.