Der Marmeladenverkauf der Esslinger Landfrauen zugunsten der EZ-Weihnachtsaktion war einmal mehr ein voller Erfolg: Rund 4500 Euro flossen in den großen Spendentopf.
Viele sind ganz gezielt gekommen, andere haben spontan zugeschlagen – und sich mit hausgemachter Marmelade, handgestrickten Socken und leckeren Guatsle eingedeckt. Mit leeren Händen musste bis zum Abend jedenfalls niemand das Esslinger Einkaufszentrum Das ES verlassen, der sich einerseits selbst etwas Gutes tun, aber eben auch anderen helfen wollte.
Die Landfrauengruppe Rüdern/Sulzgries/Krummenacker/Neckarhalde (RSKN) hatte sich mal wieder mächtig ins Zeug gelegt, um auch in diesem Jahr ihren Beitrag für die Weihnachtsspendenaktion der Esslinger Zeitung zu leisten. Und einmal mehr war der Stand gut frequentiert, so dass unter dem Strich rund 4500 Euro an den guten Zweck fließen konnten.
Einige Sorten waren am späten Vormittag ausverkauft
Weit mehr als 700 Gläser Gsälz waren professionell eingekocht, fachgerecht verschlossen, bei Unterstützerinnen in der Umgebung eingesammelt, fein säuberlich etikettiert und mit hübschen Häubchen versehen worden. Gut 30 Sorten waren es letztlich, die zum Verkauf standen und vor allem die Klassiker wie Erdbeere, Aprikose, Brombeere oder Josta gingen weg wie die sprichwörtlich warmen Wecken und waren bereits am späten Vormittag ausverkauft.
Doch auch die nicht so ganz alltäglichen Sorten wie Traubengelee, Kaki oder weiße Pflaume erfreuten sich großer Beliebtheit. „Es ist halt nicht immer von allem gleich viel da“, sagte Hauptorganisatorin Gretel Schuder bereits im Vorfeld fast ein wenig entschuldigend. Doch entschuldigen musste sich deshalb fürwahr niemand, denn die Auswahl war auch in den Nachmittagsstunden immer noch ausgesprochen üppig.
In zwei Schichten hatten sich die RSKN-Landfrauen an ihrem Stand eingeteilt – und Christa Mauz, Elfriede Beuck, Doris Daur, Marianne Scherrieble, Margit Rapp, Katrin Danner, Silvia Freitag sowie Bärbel Karpentier hatten alle Hände voll zu tun. Denn während der eine gleich ein gutes Dutzend Gläser mit Marmelade in seinen Korb packte, deckte sich die andere mit warmen Socken ein, um die gesamte Familie zu beglücken.
Selbst in Ostfriesland ist die EZ-Aktion bekannt
Dass die Aktion nicht nur in Esslingen ebenso bekannt wie beliebt ist, hatte Elfriede Beuck bereits am Tag zuvor erfahren. „Mich hat ein guter Bekannter aus Ostfriesland, angerufen, um mir zu sagen, dass wir ja in der Zeitung sind“, erzählte sie mit einem Lachen – um sich dann sofort wieder ihrer eigentlichen Aufgabe zuzuwenden und zwei Gläser Quittengelee im Paket mit zwei Paar Kindersocken abzukassieren.
Bis zum frühen Abend war der Großteil der Kisten und Boxen leer. Das Angebot auf dem Verkaufstisch wurde zunehmend überschaubarer, dafür die Kassen immer voller. Und Gretel Schuder zog Bilanz: „Auch wenn wir vor allem noch etliche Paar Socken übrig haben, sind wir zufrieden.“ Sämtliche Guatsle seien weggegangen. Und dass man nicht alle Marmeladengläser verkauft habe, sei ebenfalls nicht allzu schlimm, denn mit diesen könne dennoch Gutes getan werden: Das Gsälz wird an Bedürftige gespendet.