F1 2017 im Test Hier kommt echtes Rennfahrgefühl auf

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Im virtuellen Cockpit über die Rennstrecken der Formel 1 rasen und sich dabei fühlen wie Sebastian Vettel oder Lewis Hamilton: Das geht im Rennspiel F1 2017. Wir haben es getestet.

In Vettels Ferrari oder doch lieber wie Lewis Hamilton im Mercedes fahren? Der Spieler hat freie Wahl zwischen den Rennställen. Foto: Koch Media
In Vettels Ferrari oder doch lieber wie Lewis Hamilton im Mercedes fahren? Der Spieler hat freie Wahl zwischen den Rennställen. Foto: Koch Media

Stuttgart - Die Rennsaison in der Formel 1 geht in die entscheidende Phase: Mercedes und Ferrari streiten sich um die Weltmeisterschaft, Lewis Hamilton und Sebastian Vettel duellieren sich auf der Rennstrecke. Auf PC oder Konsole können die Rennen virtuell in Formel 1 2017 von Codemasters nachgespielt werden.

Spielinhalt Alle zwanzig Rennstrecken sowie die zehn Teams mit ihren Fahrern stehen dafür zur Auswahl. Darüber hinaus gibt es noch vier klassische Formel-1-Boliden, die Ayrton Senna, Nigel Mansell oder Michael Schumacher einst steuerten. Im Karrieremodus hat der Spieler die freie Wahl, bei welchem Rennstall er einsteigen möchte. Wer bei einem kleinen Team anheuert, bekommt allerdings mehr Punkte für die Karriere und die Entwicklung seines Wagens. Andererseits sind Podiumsplätze und Titelchancen eher gering. Das liegt vor allem auch den starken Gegnern. Besonders die künstliche Intelligenz der Fahrer der Spitzenteams wirkt sehr hoch. Einen Mercedes oder Ferrari zu überholen ist schwer, diese dauerhaft hinter sich zu lassen beinahe ein Ding der Unmöglichkeit – und das schon bei mittlerer Schwierigkeit.

Um den Abstand zu den Großen zu verringern, können die Fahrzeuge weiterentwickelt werden. Codemasters hat der Forschung und Entwicklung der Autos dabei mehr Raum eingeräumt als bei den Vorgängern. 115 Verbesserungen in Antrieb, Chassis, Haltbarkeit und Aerodynamik stehen dafür zur Auswahl. Durch die Vielzahl der Möglichkeiten fällt die Wahl nicht leicht. Eine echte Einweisung und Orientierung fehlt allerdings und wäre hilfreich gewesen. Wer keine Lust auf technische Finessen hat, sondern einfach nur seine Runden drehen will, kann alle Kurse auch im Spielmodus Meisterschaft absolvieren.Hier sehen sie den Trailer zum Karrieremodus in F1 2017:

Stärken Wichtig ist für die Spielenden vor allem, wie es auf der Strecke zugeht – und da haben die Entwickler fast alles richtig gemacht. Die Fahrphysik ist gelungen und bestraft dabei sture Vollgas-Fahrer konsequent. Werden Einstellungen am Auto vorgenommen oder beispielsweise die Reifen gewechselt, ist dies direkt spürbar. Auch eine Beschädigung am Fahrzeug wirkt sich direkt auf das Fahrverhalten aus. Durch eine virtuellen Ideallinie bekommt der Spieler schnell ein Gefühl für Brems- und Lenkpunkte sowie das Kurvenverhalten der Boliden. Auch mit einem Controller kommt ein echtes Rennfahr-Gefühl auf. Ein Lenkrad ist dafür kein Muss.

Schwächen Beim Schadensmodell hat Codemasters allerdings offensichtlich wenig Arbeit investiert. Die Animationen gleichen sich häufig. Titel wie „Project Cars“ haben es da besser gemacht. Ebenfalls recht plump sieht die Einfahrt beim Boxenstopp aus. Das Auto, das ab der Pit Lane automatisch einfährt, bewegt sich sehr ruckartig und abgehackt in die Haltposition. Im Rückspiegel verzerrt das Bild, diese Tearing-Effekte sind hier deutlich zu sehen.

Fazit Alles in allem ist das Spiel sehr gelungen. Das Fahrverhalten und die Grafik vermitteln eine tolle und echte Atmosphäre des Formel-1-Zirkus`. Rennsport-Fans kommen mit dem Spiel voll auf ihre Kosten, aber auch für Gelegenheitsspieler ist F1 2017 durch den gut anzupassenden Schwierigkeitsgrad und einen starken Karrieremodus eine Überlegung wert .

Grafik: 4 von 5

Spielgefühl/Spielspaß: 4,5 von 5

Story/Atmosphäre: 3,5 von 5

F1 2017 ist ohne Altersbeschränkung für PC, Playstation 4 und Xbox One ab erhältlich. Preis: 49 Euro (PC), 62 Euro

(PS4/Xbox).