Fachwerkhaus in Flammen Schwerer Brand in Leonberg-Warmbronn: Verwaltung ohne Strom

Brand in Leonberg-Warmbronn: Die Ortschaftsverwaltung ist derzeit ohne Strom. Foto: Feuerwehr Leonberg

Im Leonberger Teilort hat der Dachstuhl eines Fachwerkhauses gebrannt. Auswirkungen und Schaden sind beträchtlich. Nachbarn hatten noch versucht, zu löschen, allerdings vergeblich.

Leonberg: Marius Venturini (mv)

Der Dachstuhl eines Fachwerkhauses ist im Leonberger Teilort Warmbronn am Sonntagnachmittag von einem schweren Feuer zerstört worden. Um 14.50 Uhr waren die Einsatzkräfte in die Planstraße gerufen worden. Gegenüber der Warmbronner Kirche habe das Dach zu diesem Zeitpunkt bereits in Vollbrand gestanden, wie der Leonberger Feuerwehrkommandant Wolfgang Zimmermann auf Nachfrage mitteilt.

 

Wie Zimmermann außerdem berichtet, hätten beim Eintreffen der Wehr bereits drei Nachbarn mit Gartenschläuchen versucht, gegen die Flammen anzukämpfen – allerdings vergeblich. „Aber so ist das, wenn ein Flecken zusammenhält“, betont der Kommandant – der außerdem lobt, dass sich die Schaulustigen bei dem Brand merklich zurückhielten. „Das war sehr verantwortungsvoll.“

Maschinelle Arbeiten im Obergeschoss: Dachstuhl geht in Flammen auf

Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilt, war das Feuer bei der Arbeit mit einer Maschine im Obergeschoss des Hauses entstanden. Der einzige Bewohner des Gebäudes habe dort mit einer Maschine gearbeitet. Nachdem er das kurz unbeaufsichtigt lies, fing ein Gegenstand, an dem er gearbeitet hatte, Feuer. Dieses griff daraufhin wohl auf umliegende Kleidungsstücke über und breitete sich rasch aus.

Der Bewohner konnte sich selbst in Sicherheit bringen. Verletzt wurde niemand, der Schaden ist allerdings beträchtlich: Die Polizei gibt als erste vorsichtige Schätzung eine Höhe von 300 000 Euro an.

Die Feuerwehr war bei den Löscharbeiten mit mehreren Atemschutztrupps im Einsatz, außerdem mit der Drehleiter. Vor Ort waren 49 Helfende der Feuerwehr aus allen Leonberger Abteilungen mit zehn Fahrzeugen, außerdem Vertreterinnen und Vertreter des Leonberger DRK-Ortsvereins sowie die Polizei. Auch Oberbürgermeister Tobias Degode machte sich vor Ort ein Bild von der Situation, ebenso Kreisbrandmeister Martin Amler.

Die Löscharbeiten dauerten bis 17.30 Uhr, die Brandwache mit Aufräumarbeiten sowie der Suche nach möglichen Glutnestern zog sich bis 22.30 Uhr hin. Während der Löscharbeiten waren in Warmbronn die Planstraße komplett und die Hauptstraße zeitweise gesperrt.

Gebäude wird mit Notdach abgedeckt, Verwaltung ohne Strom

Das bis auf Weiteres nicht bewohnbare Gebäude wurde schließlich mit einem sogenannten Notdach abgedeckt, da der Dachstuhl schwer beschädigt wurde. „Dabei handelt es sich um eine große Plane, die der Bevölkerungsschutz vorrätig hat“, erklärt Wolfgang Zimmermann. Ein mögliches Einsatzfeld sei dafür auch eine große Hagellage, bei der Dächer beschädigt werden.

Wie die Stadtverwaltung Leonberg an diesem Montagmorgen in den Sozialen Medien schreibt, sei die Ortschaftsverwaltung als Folge des Brandes derzeit ohne Stromversorgung. Anträge und Anrufe seien daher nicht möglich, ausschließlich Abholungen.

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