Fahndung in Stuttgart Im Hauptbahnhof mit Messer gedroht

Von Wolf-Dieter Obst 

Die Bundespolizei fahndet nach einem Täter, der am Bahnsteig drei Bahnbedienstete angepöbelt und mit einem Messer bedroht hat.

Die Bundespolizei muss nach einem Zwischenfall im Stuttgarter Hauptbahnhof ermitteln. Foto: dpa/Patrick Seeger
Die Bundespolizei muss nach einem Zwischenfall im Stuttgarter Hauptbahnhof ermitteln. Foto: dpa/Patrick Seeger

Stuttgart - Zwischenfall im Hauptbahnhof: Ein Mann hat sich am frühen Donnerstagmorgen mit zwei Bahnbediensteten angelegt und dann noch einen 38-jährigen Beschäftigten der Putzkolonne mit einem Messer bedroht. Aufnahmen aus der Videoüberwachung machen der Bundespolizei aber Hoffnung, den Fall schnell klären zu können.

Der Zwischenfall spielte sich am Donnerstag um 3.35 Uhr auf Bahnsteig 1 des Stuttgarter Hauptbahnhofs ab. Ein Mann mit blauem Mundschutz, offenbar aus dem Wohnsitzlosenmilieu, fiel dort ziemlich aggressiv zwei Bahnmitarbeitern auf – und legte sich auch gleich schimpfend mit ihnen an. Ein 38-Jähriger, Mitarbeiter des Reinigungsdienstes im Bahnhof, wurde auf die Auseinandersetzung aufmerksam und schaltete sich ins Geschehen ein. Er forderte den Rabauken auf, das Bahnhofsgelände zu verlassen – und geriet dann selbst zur Zielscheibe.

Videokameras zeichnen alles auf

Nach Angaben der Bundespolizei spuckte der Randalierer dem 38-Jährigen zunächst auf die Kleidung. Dann zückte er ein Küchenmesser aus seiner Jackentasche und bedrohte damit den Mann vom Putzdienst. Die Bahnmitarbeiter nützten derweil die Gelegenheit, mit dem Handy den Polizeinotruf zu wählen. Als der Mann das bemerkte, nahm er Reißaus und flüchtete Richtung Königstraße. Eine Fahndung von Bundes- und Landespolizei lief ins Leere. Der Angreifer mit schwarzen Haaren, dunkler Jacke und dunkler Hose, schwarzer Baseballmütze und schwarzer Sporttasche entkam.

Ob er weit kommen wird, ist zweifelhaft: „Insbesondere die Auswertung der Videosequenzen am Bahnsteig sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen“, sagt der Sprecher der Bundespolizei Sebastian Maus. Da scheint es sehr gut auszusehen. Inzwischen ist ein Mann in den Fokus der Ermittler gerückt, der ohne festen Wohnsitz und auch seit längerem polizeibekannt ist. Der 43-Jährige muss mit einem Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Bedrohung rechnen.




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