Renitente Autofahrer können verwarnt werden

„Schwerpunktaktionen nur zur Überprüfung des Diesel-Verkehrsverbots wird es nicht geben, wir machen ganzheitliche Kontrollen“, sagt Martin Schautz, Pressesprecher des Stuttgarter Polizeipräsidiums. Sollten der Polizei zum Beispiel bei Alkohol- und Handykontrollen Dieselsünder als „Beifang“ ins Netz gehen, werde man diese über die Neuregelung aufklären. Es sei nicht geplant, im Januar die möglichen 80 Euro Bußgeld zu verhängen. Allerdings will Schautz den Diesel-Sündern keinen Freibrief ausstellen. Wer sich für die Aufklärung nicht empfänglich, sondern renitent zeige, könne dennoch verwarnt werden. Das Fahrverbot für ältere Diesel soll die Belastung der Luft mit dem Schadstoff Stickstoffdioxid mindern. Stuttgart liegt hier seit Jahren weit über dem EU-Grenzwert. Nimmt man die fünf Landkreise der Region Stuttgart zusammen, sind vom Stuttgarter Fahrverbot rund 160 000 Fahrzeuge betroffen. Für die Autos mit S-Kennzeichen greift es zum 1. April. In der Stadt gibt es rund 23 000 Dieselautos unter Euronorm 5.