Filderstadt hat es erneut geschafft: Zum sechsten Mal in Folge ist die Stadt als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet worden.
Die Stadt Filderstadt, die diesem Jahr 50 wird, hat einen weiteren Grund sich zu freuen: Bereits zum sechsten Mal in Folge ist die Filder-Kommune nun als Fairtrade-Town ausgezeichnet worden. Das bedeutet: Die Stadt setzt sich für eine gerechtere Welt ein, geht mit gutem Beispiel voran: Für die Verwaltung werden ausschließlich fairer Kaffee, Tee oder Blumen gekauft. Sportartikel, Kleidung oder auch Spielwaren, die ganz oder teilweise in Asien, Afrika oder Mittel- und Südamerika hergestellt wurden, dürfen nur gekauft werden, wenn die ILO-Konvention Nummer 182 eingehalten ist. Diese Konvention verpflichtet dazu, die schlimmsten Formen der Kinderarbeit zu verbieten und zu beseitigen.
Faire Produkte gibt es mittlerweile in vielen örtlichen Geschäften und Restaurants, teilt die Stadt mit. Im Weltladen sei mit einer Bio-Weißteemischung aus Sri Lanka zudem ein neuer, fairer Filderstadt-Tee erhältlich. Eine neue, faire Filderstadt-Schokolade ist auf dem Markt. Welche Sorte? Milchschoko plus Nougat, Mandeln und Rosen.
Im Kindergarten kommen fairer Kakao und faire Bananen auf den Tisch
In Filderstadt gibt es inzwischen aber auch eine faire Kita: In der katholischen Kindertageseinrichtung St. Stephanus kommen fairer Kakao und faire Bananen auf den Tisch. „Gemeinsam wird die Herkunft von Lebensmitteln oder Dingen erkundet, und die Kinder erfahren etwas über das Leben der Menschen in anderen Teilen der Welt, die zum Beispiel Baumwolle für T-Shirts anbauen“, erklärt die Stadt dazu.
Im Jahr 2013 hatte der Filderstädter Gemeinderat zum ersten Mal beschlossen, sich um den Titel „Fairtrade-Town“ zu bewerben. Im Frühjahr 2025 bewarb sich die Verwaltung wieder um den Titel. „Für mich ist Fairtrade aktives Menschenrechts-Engagement. Filderstadt trägt mit dazu bei, dass die Ungerechtigkeit im Welthandel Aufmerksamkeit erfährt“, sagt Filderstadts Oberbürgermeister Christoph Traub dazu. Fairtrade-Town ist eine internationale Kampagne, die im Jahr 2000 in Großbritannien gegründet wurde und gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene fördert. Die Urkunde wird nur dann verliehen, wenn fünf vorgegebene Kategorien erfüllt sind.