Weil er falsche Maskenatteste ausgestellt haben soll, muss ein Arzt aus Staufen vor Gericht. Einen Strafbefehl hatte der Mediziner nicht akzeptiert.

Politik/ Baden-Württemberg: Eberhard Wein (kew)

Freiburg/Staufen - Weil er unberechtigte Maskenatteste ausgestellt haben soll, muss sich ein Arzt aus Staufen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) vor Gericht verantworten. Der 68-jährige Allgemeinmediziner, der wiederholt bei Querdenken-Veranstaltungen als Redner aufgetreten ist, soll laut der Staatsanwaltschaft Freiburg 16 unrichtige Gesundheitszeugnisse ausgestellt haben. Es handele sich um Fälle aus dem Zeitraum von September 2020 bis Januar 2021.

Im Januar war die Praxis des Mannes von der Polizei durchsucht worden. Der Arzt habe in seinen Attesten, die von der Maskenpflicht befreiten, nur Beschwerden aufgeführt, die eine Befreiung nicht rechtfertigen würden, erklärte die Staatsanwältin. Gegen den mittlerweile auf Antrag der Staatsanwaltschaft erlassenen Strafbefehl habe der Beschuldigte Einspruch erhoben. Der Fall muss nun vor Gericht entschieden werden. Der Prozess vor dem Amtsgericht Staufen ist noch nicht terminiert.

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