Familienroman „Crossroads“ Blues, Sex und Jonathan Franzen

Jonathan Franzen ist der unangefochtene Meister des zeitgenössischen Familienromans. Foto: imago/Zuma Press
Jonathan Franzen ist der unangefochtene Meister des zeitgenössischen Familienromans. Foto: imago/Zuma Press

„Crossroads“, der neue Roman von Jonathan Franzen, ist ein überwältigendes Leseerlebnis. Er spielt in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, aber weist weit voraus auf die großen Entzweiungen der Gegenwart.

Kultur: Stefan Kister (kir)
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Stuttgart - Es gibt verschiedene Gründe zurückzublicken. Einer ist die Verklärung der Vergangenheit, ein anderer ihre kritische Sichtung im Blick auf die Gegenwart und alles Kommende. Beide miteinander im Widerstreit liegenden Motive verschränken sich in dem neuen Roman Jonathan Franzens auf so eigentümliche wie faszinierende Weise. Wo das erzählte Geschehen aus den frühen siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts nach vorn weist, um den Schlüssel aller Mythologien, auf denen die Gegenwart ruht, zu liefern, bewegt sich der Leser gerade in der anderen Richtung auf eine Romanwelt zu, deren Verheißungen an die weit zurückliegende Heroenzeit der Gattung anknüpfen.

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