Fan-Aufreger Minnie Mouse und schlechte Elfer

Dieses Polka-dot-Trikot treibt Huelvas Fans auf die Barrikaden. Foto: hummels
Dieses Polka-dot-Trikot treibt Huelvas Fans auf die Barrikaden. Foto: hummels

Stuttgart - Bis Freitag, 15:54 Uhr, sah es so aus, als ob sich alles gegen den VfB verschworen hatte. Uefa, DFL, Sky und alle anderen Bundesliga-Vereine. Dann kam die Eilmeldung, dass die Partie gegen Wolfsburg doch auf den 25. August (Samstag) verlegt wird. In Cannstatt können nun alle aufatmen. Zuvor ging es ja sogar um die Solidarität. Die hatte der VfB-Manager Fredi Bobic innerhalb der Liga vermisst wegen der ganzen Spielverlegungs-Wolfsburg-Dynamo-Moskau-Problematik. Wobei es ja vor allem eine Spielverlegungs-Uefa-Problematik war. Alles gut also für den VfB.

Wobei es zurzeit dann doch auch ein paar Clubs und Fußballschaffende gibt, die es richtig hart erwischt hat. Der Brustringer stellt sie vor:

Recreativo Huelva

Die Fans des spanischen Zweitligisten sind entsetzt über den neuen Ausstatter Hummel. Der besaß die Frechheit, neue Auswärtstrikots zu entwerfen, die wie das Kleidchen von Minnie Mouse aussehen: rot mit vielen großen weißen Punkten. Für viele Anhänger sind die Leibchen „das Hässlichste, das sie je gesehen haben“. Vor lauter Wut haben sie darum einen Protestmarsch organisiert. Die Clubverantwortlichen finden das Design „innovativ“. Aber Hummels Ausrede ist am besten: man hätte nur zehn Tage Zeit gehabt, um sich ein neues Trikot auszudenken, weil der Vertrag mit Recreativo so kurzfristig abgeschlossen wurde.

Ralf Rangnick und Red Bull Salzburg

Als der frühere VfB-Coach Ralf Rangnick Ende Juni als Sportdirektor bei Red Bull anheuerte, kündigte er eine „neue Zeitrechnung“ an. Alles sollte besser werden bei den Brause-Teams. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, natürlich. Aber besonders bei Red Bull Salzburg ist alles wie verhext. Zuerst scheiden die Österreicher in der Champions-League-Quali gegen die Luxemburger Giganten aus Düdelingen aus. Und dann hat am vergangenen Wochenende noch der Spieler Jonathan Soriano den wohl schlechtesten Elfmeter aller Zeiten geschossen. In Kombination mit dem verzweifelten Kommentar der österreichischen TV-Kollegen ist der Elfer aber fast schon wieder was zum Lachen.

Evgeny Eliseev und Howerla Uschhorod

Der Club-Fußball in Europa hat noch nicht einmal richtig Fahrt aufgenommen, da gibt es aus der ersten ukrainischen Ligen schon den Bewerber für das schönste Eigentor des Jahres: Evgeny Eliseev! Der arme Mann rutscht in den Ball hinein und trifft aus etwa 25 Metern traumhaft über den eigenen Torhüter ins Netz. Noch schlimmer: sein Team Howerla Uschhorod verlor am Ende 2:3.