Fanclub Eine Jubiläumsrevue für Elvis
„Elvis Presley will never die“ feiert seinen runden Geburtstag mit Imitator Andy King und Kuchenstücken aus Bad Nauheim.
„Elvis Presley will never die“ feiert seinen runden Geburtstag mit Imitator Andy King und Kuchenstücken aus Bad Nauheim.
Rechberghausen - Er begann ganz sanft mit „Stand by Me“. Aber da musste sich Andy King keine Gedanken machen. Die rund 80 Besucher im Ochsensaal in Rechberghausen blieben dem Elvis-Imitator treu.
Im babyblauen Jumpsuit mit breitem Gürtel über die - nun ja - Hüften versprach Andy King dem Publikum eine musikalische Reise durch die unterschiedlichen musikalischen Perioden seines künstlerischen Vorbildes. Das Konzert hatte der Fanclub „Elvis Presley will never die“ in Wäschenbeuren zu seinem 20-jährigen Bestehen organisiert.
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Dass dies ausgerechnet am 1. Oktober stattfand, dem Tag, an dem 1958 Elvis Presley als normaler GI in Bremerhaven deutschen Boden betrat, war Zufall. Die Ankunft des Sängers kommentierte die Süddeutsche Zeitung damals mit der Schlagzeile: „Schütze Presley stößt nach Deutschland vor“. Denn statt eine Spezialeinheit für VIPs wählte Presley das normale Soldatenleben.
Ursprünglich sollte die Feier des Fanclubs am 8. Januar stattfinden, dem Geburtstag von Elvis Presley und dem Gründungstag des Clubs, sagte Club-Präsident Franz-Bernd Glanzer. Aber Corona machte einen Strich durch die Planungen. Dann kam der 23. Oktober ins Gespräch; aber auch dieser Termin platzte und man einigte sich auf den 1. Oktober. Und während Andy King auf der Bühne mit „Can’t help falling in love with you“, „Love me tender“ und „Memories“ sein Publikum begeistert, das vom Alter her die Kinder des King of Rock’n’Roll sein könnte, berichtet Glanzer in der Schankstube, wie er 1998 im Regen allein am Grab von Elvis in Memphis stand und sinnierte, dass im süddeutschen Raum nichts existiert, was Presley ehrt. Ganz im Gegensatz zum hessischen Bad Nauheim, wo Presley während seiner Armyzeit in Deutschland stationiert war.
In dem Ort zwischen Frankfurt/Main und Gießen gibt es sogar einen Bäcker, der Elvis-Motiv-Kuchen backt und bundesweit versendet. Einen haben sich Franz-Bernd und Carmen Glanzer bestellt; die 20 Tortenstücke werden am Abend für 2,50 Euro verkauft. Dazu singt Andy King „Pieces of my life“.
Die Torte, verziert mit dem Gründungsdatum und dem Namen des Clubs „Elvis Presley will never die“ repräsentiert tatsächlich ein großes Stück aus dem Leben der Glanzers, deren Mittelpunkt Elvis Presley, seine Geschichte und seine Musik darstellt. Auch wenn Carmen Glanzer erst noch von der Begeisterung ihres Mannes für den Sänger angesteckt werden musste. Inzwischen tauscht sie liebend gerne AC/DC gegen Elvis und seinen Rock’n’Roll.
Und dass sich nachfolgende Generationen nicht für Elvis Presley interessieren könnten, seine Musik nicht hören werden, das hält Franz-Bernd Glanzer für ausgeschlossen. Zu dessen Todestag pilgern jedes Jahr mehr als 150 000 Menschen nach Graceland. Und schon dadurch wird klar: „Elvis will never die.“ Für niemanden. Niemals.