Es muss nicht immer Gaucho sein: Julian Draxler zog bei der WM-Feier in Berlin mit einem Schmähgesang über Kevin Großkreutz her. Doch die Revanche folgte umgehend.
Stuttgart/Berlin - Im Trubel um den Gaucho-Dance wäre ein anderer Schmähgesang fast untergegangen: der von Schalke-04-Profi Julian Draxler auf seinen Nationalmannschafts-Kollegen Kevin Großkreutz.
Auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor skandierte der 20-Jährige vor Hunderttausenden: "Großkreutz rück den Döner raus!"
Diese Video dokumentiert den ganz speziellen Schmähgesang:
Der Mittelfeldspieler spielte damit auf den Döner-Wurf des Spielers von Borussia Dortmund an. Großkreutz nahm's mit Humor und tanzte wie die restlichen auf der Bühne anwesenden Kicker. Dabei hätten ihn der Döner-Wurf und sein Aussetzer nach dem verlorenen Pokalfinale gegen Bayern München beinahe die WM-Teilnahme gekostet.
Dass Großkreutz nun so gelassen mit der Hähme Draxlers umgeht, unterstreicht einmal mehr den in den letzten Wochen oft zitierten, guten Teamgeist und Zusammenhalt im deutschen Nationalteam. Zumal Draxler und Großkreutz Erzfeinde sind, zumindest was ihre Vereine angeht: der eine spielt für Schalke 04, der andere für Borussia Dortmund. Zwischen den Revierclubs herrscht die wohl größte Rivalität im deutschen Vereinsfußball.
Deshalb gab es am Tag nach dem Auftritt auf der Fanmeile auch eine Reaktion von Großkreutz. Auf Instagramm und Facebook veröffentlichte der Dortmunder ein Foto von sich mit der Meisterschale. Darunter war zu lesen: "Lieber Julian, ich kann zwar keinen Döner raus rücken, aber ich kann immer wieder die Schale rausholen ;))))) so 1:1."