Fasching im Kreis Böblingen Wegen Bundestagswahl - Kein Fasnetsumzug durch Aidlingen
Der Aidlinger Fasnetsumzug, der jedes Jahr tausende Besucher anlockt, fällt 2025 ins Wasser. Als Grund nennen die Organisatoren die bevorstehende Bundestagswahl.
Der Aidlinger Fasnetsumzug, der jedes Jahr tausende Besucher anlockt, fällt 2025 ins Wasser. Als Grund nennen die Organisatoren die bevorstehende Bundestagswahl.
Die vorgezogene Bundestagswahl bekommen die Narren zu spüren – auch in Aidlingen. Auf der Homepage der Narrenzunft Aidbachhexen Aidlingen und auf Facebook steht es schwarz auf weiß: aufgrund der Bundestagswahl am 23. Februar wird der für Samstag, 22. Februar, geplante Fasnetsumzug durch Aidlingen abgesagt. Bis zuletzt hatten die Organisatoren der Veranstaltung gemeinsam mit der Gemeinde versucht, ein Konzept zu erarbeiten, um den Umzug – mit anschließendem närrischen Treiben in der Sonnenberghalle – stattfinden zu lassen. Doch ohne Erfolg.
Florian Breitling, der Vorsitzende der Narrenzunft Aidbachhexen, die den Umzug organisiert, erklärt: „Es war keine einfache Entscheidung und die Verwaltung hat alles, was in ihrer Macht steht, versucht. Aber die Durchführung der Abendveranstaltung wäre mit einem extremen und nicht vorhersehbaren Aufwand verbunden gewesen.“
Denn gleich neben der Sonnenberghalle befindet sich die Sonnenbergschule, die als Wahllokal fungiert. „Es muss nur jemand eine politische Parole an die Wand sprühen und die Wahl wäre anfechtbar“, sagt Breitling im Hinblick auf das Bundeswahlgesetz. Zu risikoreich und schlichtweg nicht planbar seien daher die Gegebenheiten. Diesem Risiko wolle er den Verein nicht aussetzen. Und ohne die Abendveranstaltung in der Sonnenberghalle lohne sich der Umzug aus finanzieller Hinsicht nicht, fügt Breitling hinzu. „Es ist sehr schade“, sagt der Vorsitzende der Narrenzunft Aidbachhexen.
Ein kleiner Trost für Faschingsfans bleibt: Zum Narrengottesdienst am 22. Februar in die Katholischen Kirche Maria Himmelfahrt sind trotzdem alle eingeladen. Zudem finden derzeit Überlegungen statt, ein kleineres Ersatzprogramm auf die Beine zu stellen. „Da sind wir aber noch in den Anfängen“, sagt Breitling. Weitere Planungen würden über die Social-Media-Kanäle und über die Medien bekannt gegeben.