Fasnet in Bad Cannstatt Kreative Kostüme auf dem Küblerball

Für die Gäste auf dem Küblerball stand eines an erster Stelle: Spaß haben. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie. Foto: Lichtgut/Julian Rettig 10 Bilder
Für die Gäste auf dem Küblerball stand eines an erster Stelle: Spaß haben. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Von Arzt bis Zahnfee: Die Gäste beim Küblerball im Cannstatter Kursaal präsentierten am Samstagabend kreative Kostüme. Unterhaltung boten Tanzgarden, Spielmannszüge und das Hofbräuregiment. Wir haben die Bilder.

Filderzeitung: Sandra Hintermayr (shi)
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Stuttgart - Für die Gäste stand eines an erster Stelle: Spaß haben. So auch für das Disney-Ensemble mit Schneewittchen, den sieben Zwergen, dem Jäger und Waldi. Der Holzhund auf Rädern gehört schließlich zum Jäger dazu. „Das Ambiente ist schon besonders hier“, sagte Schneewittchen Andrea Englert über den Küblerball. Die Truppe war zum ersten Mal im Kursaal dabei, ebenso wie Uwe Kirschbaum aus Waiblingen. Er hatte sich als Pirat verkleidet und wollte „einfach feiern, den Kopf frei kriegen“, sagte er und mischte sich unters verkleidete Volk.

Der Küblerball hat Tradition seit 1925

Cheerleader, Vampire, Krankenschwestern und Mönche tummelten sich beim Küblerball, der erstmals bereits 1925 stattfand. Es war die Gründungsveranstaltung des Kübelesmarkts, erklärte Panajotis Delinasakis, Mitglied im Küblerrat und Pressereferent der Narrenzunft. Die Marktatmosphäre ist bis heute geblieben, auch am Samstag schmückten mehrere Verkaufsstände den Kursaal.

Ganz ohne Spielmannszug, Tanzgarde, Guggenmusik und Hästräger geht auch ein Küblerball nicht vonstatten. „Wir sind schließlich in der schwäbisch-alemannischen Fasnacht zuhause“, so Delinasakis. Der Kübelesmarkt selbst, die Gmendr Albstadtjäger und das Männerballett aus Waldstetten unterhielten die Gäste mit Showeinlagen, bevor die Partyband Hofbräuregiment wie schon im Vorjahr das Kommando über den Saal übernahm. „Kurz und knackig“ nannte Delinasakis das Programm. „Das Konzept kommt bei den Gästen gut an.“

Einhörner und Bademeister feiern bis in die Morgenstunden

Peggy Metz hatte sich als Karl Lagerfeld verkleidet. Inklusive obligatorischer Sonnenbrille und Fächer. „Er ist einfach eine Ikone“, sagte sie zur Wahl ihres Kostüms. Für die Cannstatterin ist der Küblerball ein gesetzter Termin. „Ein Muss, wenn man ein bisschen närrisch unterwegs ist“, sagte Metz. Mit Zahnspangengrinsen und Zauberstab in der Hand spazierte Matthias Glückler durch den Kursaal. Er hatte sich als Zahnfee verkleidet. „Ich habe das Kostüm im Internet gesehen und fand es einfach super“, sagte er. Der Feuerbacher ist seit Jahren Gast in Cannstatt, und das Zahnfeekostüm, gab er zu, habe er schon letztes Jahr getragen. „Aber es steht mir doch, oder?“, fragte Glückler.

Bis in die frühen Morgenstunden feierten Einhörner, Cannstatter Felben, Fliegenpilze, Soldaten und Bademeister gemeinsam, frei nach dem Büttelspruch „Was du heute kannst entkorken, das verschiebe nicht auf morgen“.




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