Fast zehn Jahre nach dem N-Pir-Ende Stuttgarter Clublegende feiert Revivalparty

Sascha Gerecht alias DJ  Pate No 1.  legte oft oben ohne im House-Club N-Pir  auf. Foto: N-Pir
Sascha Gerecht alias DJ Pate No 1. legte oft oben ohne im House-Club N-Pir auf. Foto: N-Pir

Die Legende lebt: 2009 ist der House-Club N-Pir in Feuerbach geschlossen worden. Sascha Gerecht alias DJ Pate No 1. legte dort jahrelang oben ohne auf. Für den 9. Mai lädt er die Stammgäste von einst zur Revivalparty in die Sansibar ein.

Lokales: Uwe Bogen (ubo)
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Stuttgart - Muskulös, tätowiert, strotzend vor Testosteron. So ist der Schwabe, der 14  Jahre lang als DJ Pate No. 1 den House-Club N-Pir in Feuerbach geführt hat, in den USA zum Spitznamen „German Tank“ gekommen. Sascha Gerecht pendelt zwischen Stuttgart und Hollywood. Sein Leben ­bewegt sich zwischen US-­Fernsehshows, Promi-Partys und Mode­präsentationen ­seines Labels Rockstars & Angel. Am 9. Mai weilt er in der schwäbischen Heimat: Da wird in der Sansibar im Breuninger eine große Revival-N-Pir-Party gefeiert – mit den Stammgästen des House-Clubs von einst. Wer über 40 Jahre alt sei, wolle auch mal wieder Spaß beim Tanzen haben, sagen er und sein Geschäftspartner Björn Steiner, die mit der Sansibar dazu einladen.

Der goldene Teppich wird ausgerollt

Die Legende lebt: Das N-Pir in Feuerbach hat zwar 2009 geschlossen, doch die einstigen Besucher halten eifrig Kontakt in den sozialen Netzwerken. Am Mittwoch, 9. Mai, von 21 Uhr an, soll es ein großes Treffen in der Sansibar geben. „Gold fever“ lautet das Motto. Der goldene Teppich wird ausgerollt, wenn drei DJs auflegen. 250 Karten zum Preis von 19 Euro kann man ab sofort direkt in der Sansibar kaufen. Erwartet werden außerdem 50 Promis wie Dschungelkönig Marc Terenzi, Ex-VfB-Star Timo Hildebrand und Boxerin Regina Halmich – allesamt Freunde von Sascha Gerecht.

Breit sind seine Schultern, wie bei einem Rugbyspieler. Die besten Machos haben mehr als eine harte Schale. Sascha Gerecht, den man in den USA den deutschen Panzer nennt, ist ein offener Typ, keiner, der sich in sich selbst verschanzt. Fremde begrüßt er so herzlich, als kennte man sich ewig. Wenige Meter vom Stuttgarter Rathaus entfernt ist er öfter in der früheren Kostbar anzutreffen, die jetzt Apanaya heißt und von seiner Frau geführt wird. Vor etwa vier Jahren ging Gerechts Label mit Werbefotos von Fußballer Cristiano Ronaldo durch die Klatschmedien. Seitdem treffen sich die beiden zuweilen in Los Angeles auf einen Kaffee. Ohne erkennbaren Stolz in der Stimme erzählt der heutige Familienvater von seinen berühmten Kumpels, zu denen auch David Beckham gehört.

Heute ist er Start-up-Gründer für E-Mobilität

Den Buchtitel „Echt Gerecht“ hat er sich schützen lassen. Irgendwann will der einstige Partykönig eine Biografie mit seinen Erlebnissen in der Promiwelt von Ibiza bis Beverly Hills schreiben. Irgendwo dazwischen liegt Stuttgart. Aufschreiben will er, wie er als Manager von Sänger Jaden Boysen, Chef eines Mode­labels und Start-up-Gründer mit E-Mobilität bei manchen Terminen extra seine Rolex anlegt. Vor allem bei US-Partnern wächst dann der Respekt, und sie sind schneller bereit, Verträge zu unterzeichnen. Kommt der Grüne Fritz Kuhn von seinem nahen Arbeitsplatz ins Apanaya, dessen Gebäude der Stadt gehört, hat Gerecht keine Uhr an. Zu seiner „Golden-fever“-Party am 9. Mai dürfte die Golduhr passen.




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