Fastnachtsumzug Rechtsstreit um den Eppinger Hexenkessel geht weiter

Von red/dpa/lsw 

Von einer Gruppe maskierter Hexen soll eine junge Frau bei einem Fastnachtsumzug über einen Kessel gehalten worden sein. Sie verbrühte sich schwer an den Beinen. Auch mehr als zwei Jahre nach dem Vorfall beschäftigt der Fall noch ein Gericht.

Das ist der Hexenkessel, an dem sich die junge Frau die Beine verbrüht hat. Foto: dpa/Stephen Wolf
Das ist der Hexenkessel, an dem sich die junge Frau die Beine verbrüht hat. Foto: dpa/Stephen Wolf

Heilbronn - Der Rechtsstreit um die schweren Verbrühungen einer Frau mit heißem Wasser bei einem Fastnachtsumzug in Eppingen wird ab Dienstag (9 Uhr) erneut vor Gericht verhandelt. Ein damals 33-jähriger Mann soll im Februar 2018 beim Eppinger Umzug als Hexe verkleidet eine 18 Jahre alte Zuschauerin schwer an den Beinen verbrüht haben. Die Frau war beim Nachtumzug von einer Gruppe maskierter Hexen über den Kessel gehalten worden, sie geriet aber mit den Beinen in den Behälter und zog sich schwere Verbrennungen zu.

Das Amtsgericht Heilbronn hatte den Mann Ende 2018 wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 6600 Euro verurteilt. Gegen dieses Urteil wehrt sich der Mann nun vor der höheren Instanz, dem Landgericht. Es sind insgesamt drei Verhandlungstage geplant. 38 Zeugen sind geladen.

Unsere Empfehlung für Sie