Fateful Finality aus Weil der Stadt Sie hauen rein – und haben viel zu sagen

Von Kathrin Klette 

Die Thrash-Metal-Band Fateful Finality bringt mit „Mankind“ ihr drittes Album heraus.

Fateful Finality proben in Weil der Stadt – ihr nächstes Konzert im Altkreis geben sie in  der Leonberger Beat-Baracke. Foto: factum/Bach
Fateful Finality proben in Weil der Stadt – ihr nächstes Konzert im Altkreis geben sie in der Leonberger Beat-Baracke. Foto: factum/Bach

Weil der Stadt - Es ist ein seltener Anblick: Präsentieren sich Gruppen in der Öffentlichkeit, übernimmt im Laufe des Gesprächs oft einer das Reden, während der Manager, wenn es denn einen gibt, stets darum bemüht ist, seine Klienten ins richtige Licht zu rücken. Bei „Fateful Finality“: Fehlanzeige. Die Thrash-Metal-Band aus Weil der Stadt ist keine One-Man-Show. Im Gespräch hat jeder etwas zu sagen und zu erzählen, über ihre Musik, ihren Werdegang, ihre Ziele – nur Manager Thomas Meier lehnt sich bewusst zurück und lässt seine „Jungs“ machen.

Die sind mittlerweile alle um die 30 Jahre alt und bringen als Fateful Finality am Freitag ihr drittes Album mit dem Titel „Mankind“ heraus. Mit den harten Beats, den dröhnenden E-Gitarren, dem typisch rauen und „wütenden“ Gesang und den bedeutsamen Liedinhalten ist Fateful Finality eine Thrash-Metal-Band, wie sie im Buche steht.

Noch härter und besser – und gereifter

Bis sie zu dieser Stilrichtung gefunden hatten, war es eine lange Entwicklungsphase, sagt Simon Schwarzer (Gitarre, Gesang). „Am Anfang kam die New-Metal-Szene, später waren es dann eher Bands wie Metal­lica“, erinnert sich Patrick Prochiner (Gitarre, Gesang). Doch als sie schließlich anfingen, selber Musik zu machen, wollten sie es doch lieber eine Spur härter. „Irgendwie wollten wir immer mehr reinhauen“, meint Mischa Wittek (Schlagzeug) schmunzelnd. Bandkollege Philipp Mürder (Bass) nickt: „Und dann waren wir irgendwann beim Thrash-Metal.“

Und in dem fühlen sie sich richtig zu Hause. 2011 veröffentlichten sie als Fateful Finality ihr erstes großes Album „King of torture“, vier Jahre später „Battery“. Nun feiert „Mankind“ seine Premiere. Ob sich seit der ersten CD ihr Stil arg gewandelt hat? „Nein, im Prinzip machen wir noch dasselbe, nur härter und besser – und gereifter“, formuliert es Philipp Mürder. Vor allem wagen sich die Musiker von Fateful Finality immer wieder an gesellschaftskritische Themen heran. Das zeigt sich schon im Artwork ihres neuen Albums: Eine riesige, menschenähnliche Kreatur, die ihre langen Fangarme in eine berstende Weltkugel versenkt, sie aussaugt. Im Song „Killed alive“ prangern sie Massentierhaltung an, „Deadpan“ ist ein Statement gegen den Schönheitswahn. In „Forsaken“ erzählen sie von Hexenkindern, von Kulturen, in denen Kinder für schlechte Ernten verantwortlich gemacht werden. „Man rechnet mit vielem ab, was in der Menschheit falsch läuft“, erklärt Mischa Wittek.

Bei Wacken haben sie viele Kontakte geknüpft

Ein großes Ziel, das viele Metal-Bands haben – wie auch einst Fateful Finality –, hat die Band 2012 bereits erreicht. Als Gewinner der deutschen Vorentscheide für den internationalen Metal-Battle – gegen 1500 Mitbewerber hatten sie sich durchgesetzt – traten sie auf dem berühmten Metal-Festival „Wacken Open Air“ auf.

„2012 war für uns so ein Punkt gekommen, an dem man sich klassisch für Contests bewirbt“, erzählt Patrick Prochiner. „Oft rechnet man gar nicht mit einer Antwort.“ Ausgerechnet von Wacken aber kam tatsächlich eine Einladung zum Vorspielen. Daraufhin schafften es die Thrash-Metaller bis ins Finale auf dem Rock-Hard-Festival, und auch das konnten sie für sich entscheiden. Von da aus führte der Weg direkt nach Wacken, wo sie sich mit Bands aus 28 Nationen messen durften.

Für einen Sieg hat es nicht gereicht. Der Erfolg aber blieb spürbar. Gleich im Anschluss gab es jede Menge Interviews, „die CDs verkauften sich da noch und nöcher“, so Schwarzer. Das Wichtigste aber: „Dort konnten wir gute Kontakte knüpfen, das hat schon was gebracht“, sagt Philipp Mürder. Darüber hinaus verbinden die Musiker mit ihrem doch sehr zeitintensiven Hobby aber noch viele andere großartige Erinnerungen. Langweilig wird es auf ihren Konzerten jedenfalls nicht, wird aus ihren Erzählungen schnell klar. „Wir haben auch mal bei Bornemannshausen gespielt“, erinnert sich Mischa Wittek und muss schmunzeln. „Und genau nach unserem Konzert hat sich dort ein Pärchen trauen lassen. Die hatten sogar eine Pastorin dabei.“

 

Das neue Album „Mankind“ von Fateful Finality erscheint am Freitag, 15. September.  Die Release-Show dafür ist am Freitag, 22. September, in der Leonberger Beat-Baracke (Badstraße 22). Einlass ist um 20 Uhr, danach gibt es ein kleines  Vorprogramm. Die Band spielt von 21.30 Uhr an und präsentiert die Songs der neuen CD dann erstmals live.