Im Gerber hat ein Hafen für Genießer eröffnet. Das Café setzt auf Tee und Matcha aus China und Japan.
Was kann man von Faultieren lernen? Die Dinge auch mal gut sein zu lassen – und zwischendurch vielleicht noch eine Runde zu schlafen. Mit bis zu 20 Stunden Schlaf pro Tag macht das Faultier seinem Namen schließlich alle Ehre. „Wir lieben Faultiere und ihre gemütliche Art“, verrät Scott Di. Gemeinsam mit seinem Team eröffnete er am Montag den dritten Standort des Faultierhafens im Gerber.
Einen Standort gibt es bereits in Wien, ein weiterer in der Stuttgarter Seestraße wird derzeit bis Februar zu einem Concept-Café mit Workshop-Space umgebaut. Doch warum sind Faultiere die Namensgeber der Cafés? „Die Leute sollten einfach ein bisschen fauler sein und öfter mal eine Pause machen“, erklärt Scott sein Konzept. „Wir heißen Faultierhafen, weil wir ein Anlaufpunkt für alle sein möchten.“
Vom Hafen zum Flughafen: Mitarbeiter des neuen Cafés in Stuttgart erzählen
Eine Mitarbeiterin erzählt, dass sie aus Shanghai stammt. „Der Hafen von Shanghai an der Ostküste Chinas ist der mit Abstand größte Hafen der Welt“, gerät sie ins Schwärmen. Scott selbst hat Luft- und Raumfahrttechnik studiert. „Da gibt es auch Flughäfen“, ergänzt er lachend.
Tee und Matcha im Faultierhafen in Stuttgart kommen aus Asien
Im neuen Faultierhafen stehen Matcha und Tees im Mittelpunkt, die Scott und sein Team direkt von Erzeugern aus Anbaugebieten in China und Japan importieren. Von Honig-Yuzu- bis zu Coconut- oder Veilchen-Kreationen sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Auf der kuratierten Karte finden sich außerdem Matcha Coffee, Orange Mokka, Schwarzsesam Latte sowie puristische Tees wie Roasted Oolong, Lime Pu-Erh oder Thai Black. Add-ons wie Banana Pudding, Cheese Foam oder Flame Marshmallows ergänzen das Angebot. Wer möchte, kann den hochwertigen Matcha auch für zuhause kaufen.
Café im Gerber in Stuttgart: Tee wird mit dem Siebträger zubereitet
Auch kleine Snacks fehlen nicht: „Wir haben Taro- und Rettichpfannkuchen“, erzählt Scott. Besonders ungewöhnlich ist jedoch der Brühprozess. Statt klassisch aufgegossen zu werden, laufen die Tees durch einen Siebträger. Der oder die Barista steuert dabei den Druck, der bei etwa drei Bar liegt. So lassen sich Brühzeit und Wassermenge präzise einstellen, damit jede Sorte ihr ideales Aroma entfalten kann. Neben den zahlreichen Teespezialitäten bietet der Faultierhafen auch ausgewählte Kaffees der Kategorie „Specialty Coffee“ an – ein Begriff für die höchste verfügbare Kaffeequalität.