Bei der süddeutschen Meisterschaft der U16-Faustballerinnen hatten nicht alle Teams ihre Bestbesetzung am Start, und auch der TSV Gärtringen musste auf Ergänzungsspielerinnen verzichten. Dennoch holte die junge Truppe sich den Titel.
Zum Auftakt feierten die Mädels aus dem Gäu einen klaren 11:7-11:7-Erfolg, nachdem sie Gastgeber TV Stammheim sicher im Griff gehabt haben. Auch gegen den TSV Karlsdorf waren sie jederzeit Herr der Lage und trafen die Lücken im gegnerischen Abwehrverbund beim 11:9-11:7-Sieg.
Gegen den SV Tannheim, der mit gezielten kurzen und halblangen Angaben Punkte war Unsicherheit zu spüren, und der erste Satz ging mit 10:12 in die Binsen. Nach dem Seitenwechsel und klaren Anweisungen des Trainerteams kamen die Gärtringerinnen mit neuem Selbstbewusstsein auf den Platz zurück. Durch sichere Defensivaktionen, konstantes Zuspiel und sehr gute Auf- und Rückschläge ließen sie kaum noch was zu und kamen zu einem 11:5.
Gegen den TV Segnitz war über weite Strecken Sand im Getriebe, und erst durch ein Time-Out fanden Isabella Reutter, Emma und Lucy Hornikel, Lea Thibor, Nadine Schneider und Mia Haug zur alten Form zurück. Gerade noch rechtzeitig, denn der Endstand lautete 11:7, 12:10. Damit standen Platz eins und die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft fest.
Zu dieser hat es auch die weibliche U18 des Vereins als Dritter der süddeutschen Titelkämpfe geschafft. Sie reist nun am Wochenende nach Wakendorf nördlich von Hamburg, wo zehn Teams den Champion ausspielen. Kontrahenten in Vorrundengruppe B werden TSV Essel, MTV Wangersen, Ohligser TV und SV Tannheim sein. Alles andere als eine einfache Aufgabe. Das Erreichen des Viertelfinals wäre schon ein großer Erfolg für die Schützlinge des Trainertrios Hornikel/Reutter/Guadagnino.
Ebenfalls eine weite Fahrt haben die männlichen U12-Klubkameraden vor sich. Für die nationalen Titelkämpfe müssen sie nach Brettorf südwestlich von Bremen. In der Vorrundengruppe B geht es für die Truppe der Coaches Thomas Voigt und Simon Wolff gegen MTSV Selsingen, TV Hallerstein, Leichlinger TV und TSG Tiefenthal. Eine Prognose gestaltet sich als schwierig, da das Leistungsniveau in den einzelnen Landesturnverbänden doch sehr unterschiedlich ist. Dennoch soll es ein Platz in den Top Zwölf der 20 Teilnehmer werden.
Weiteres Eisen im Feuer
Ein weiteres Eisen hat der TSV Gärtringen schließlich beim Länderpokal der U16-Jungs im Köcher. Die Rivalen sind dabei Gastgeber TSV Karlsdorf, TSV Pfungstadt und TV Langen. Sofern die Buben des Übungsleiterduos Lingenfelder/Genkinger es mindestens auf Platz zwei schaffen, wären sie ebenfalls bei der DM dabei, die Ende September steigt.