Faustball-Bundesliga: TV Stammheim, NLV Vaihingen Saisonendspurt – eine Kür und eine klare Ausgangslage

Robin Löwe und der NLV Vaihingen sind noch lange nicht am Boden. Foto: Archiv Günter Bergmann

Während der Faustball-Bundesligist TV Stammheim um die deutsche Meisterschaft mitspielt, geht es für den NLV Vaihingen um den Klassenverbleib.

Aufsteiger sind sie beide. Jedoch steht ab diesem Samstag für die einen die Kür, für die anderen noch das Erledigen der Pflichtaufgabe an. Während der TV Stammheim im Konzert der Großen mitmischt und noch die Chance auf das Final-Four-Turnier um die deutsche Faustballmeisterschaft am 22. und 23. Februar in Mannheim hat, geht es für den Stadtkonkurrenten NLV Vaihingen im Kampf um die weitere Erstliga-Zugehörigkeit in die entscheidende Phase.

 

Als Aufsteiger prompt im Endklassement auf Platz vier der Bundesliga-Süd: „Das hat schon was“, sagt der Trainer des TV Stammheim Bertram Sailer. Man freue sich über den bisher überaus erfreulichen Saisonverlauf, fügt er an. Überraschend? Etwas sicherlich, konstatiert der TVS-Übungsleiter, als Neulinge stehe der Klassenverbleib ja grundsätzlich im Vordergrund. Doch den Trumpf und verantwortlich für das gute Abschneiden sieht er in der Ausgeglichenheit seiner Belegschaft. Den herausragenden Akteur suche man bei den Seinen vergebens, indes seien alle Spieler, auch die Ersatzleute, auf dem gleichen Niveau und „das zeichnet uns aus“.

Und eben auf die Homogenität setzt der Coach der Stammheimer auch im Duell gegen den Fünften der Nord-Staffel, den SV Moslesfehn in der Nähe von Oldenburg, der zum Auftakt des Duells am Samstag (20 Uhr) Heimrecht hat. Morgens setzen sich die Stammheimer Faustballer in den Zug Richtung Norden und übernachten dann in Bremen. „Am besten mit einem Sieg“, hofft der Coach, der auf eine vollzählig „spielende Reisegruppe“ setzen kann. Das Rückspiel findet eine Woche später in Stammheim statt. Sollten beide Mannschaften je eine Partie gewinnen, folgt gleich anschließend in Stammheim die Entscheidung um den Einzug ins Viertelfinale. Diese verspricht eine schnelle Angelegenheit zu werden. Es wird ein Satz gespielt, der Sieger ist eine Runde weiter. Im Viertelfinale greifen dann die beiden Erstplatzierten der beiden Erstliga-Staffeln ein – sie hatten zuvor Freilos.

Im Fall des Weiterkommens wartet auf die Stammheimer mit dem Nordmeister Leichlinger TV ein schwerer Brocken. Aber: „Das ist noch Zukunftsmusik, erst mal wollen wir uns im Duell gegen Moslesfehn durchsetzen.“

Für den NLV Vaihingen ist die Ausgangslage vor dem Start in die Playdowns klar. „Zwei Siege, und wir bleiben in der Liga“, klärt der Trainer Christian Löwe auf. Gegner in der Dreiergruppe sind der TV Waldrennach und der TSV Karlsdorf. Jedoch starten die Teams nicht mit den gleichen Voraussetzungen. Die Hauptrunde der Bundesliga-Süd wirkt nach. So geht Waldrennach als Drittletzter mit zwei Punkten, der Vorletzte Vaihingen mit einem und das Schlusslicht Karlsdorf ohne Punkt ins Renner um den Klassenverbleib. Der Gruppensieger bleibt in der Liga, die beiden anderen steigen ab. Gespielt wird im Modus jeder gegen jeden. Der Druck ist bei den Vaihingern zwar da, aber auch das Selbstvertrauen, beide Teams besiegen zu können. „In der normalen Runde ist uns das bereits gelungen, deshalb sind wir sehr zuversichtlich“, sagt Löwe, der im Heimspiel an diesem Samstag (17 Uhr) gegen Karlsdorf fast auf den gesamten Kader zurückgreifen kann – Ausnahme: Kai Fiechtner. Aufgrund eines Bänderrisses an der Hand konnte der Angreifer bislang kein einziges Saisonspiel bestreiten. „Ich habe gehofft, dass er in der entscheidenden Phase dabei sein kann. Daraus wurde leider nichts“, bedauert Löwe.

Mit dem Auftreten seiner Truppe in der Hauptrunde (zwei Siege) war der Coach indes zufrieden. Zu Saisonbeginn habe sich seine Mannschaft als Aufsteiger erst an die erste Liga gewöhnen müssen. „Mit der Zeit haben wir uns gesteigert und sind konkurrenzfähig gewesen.“

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