Faustball-Bundesliga, TV Stammheim Zwei Nationalspielerinnen sorgen für frischen Wind
Die Faustballerinnen des TV Stammheim sind in die Bundesliga-Hallensaison gestartet. Klappt es diesmal ohne Umwege zum Klassenverbleib?
Die Faustballerinnen des TV Stammheim sind in die Bundesliga-Hallensaison gestartet. Klappt es diesmal ohne Umwege zum Klassenverbleib?
Eines ist klar bei den Faustballerinnen des TV Stammheim: Diesmal soll es mit weniger Nervenkitzel zum Bundesliga-Verbleib reichen. Die Vorgeschichte: In der vergangenen Hallensaison standen die Nord-Stuttgarterinnen eigentlich schon als Absteiger fest, ehe sie sich über ein kurzfristig angesetztes Relegationsturnier doch noch retteten. Die unverhoffte nachträgliche Chance ergab sich, nachdem mehrere Aufstiegskandidaten aus der zweiten Liga verzichtet hatten. Eine Wiederholung dieses glücklichen Wegs wird es indes schon allein deshalb nicht geben, weil der Verband die Nachrücker-Regelung inzwischen abgeschafft hat.
Für den Trainer Florian Gruner und dessen Mannschaft zählt abermals nur eines. „Unser Ziel ist es, erneut die Klasse zu halten“, sagt der Coach. Für die beiden Letztplatzierten der Neuner-Süd-Staffel geht es eine Etage tiefer, mindestens Platz sieben sollte es also werden. „Dafür haben wir definitiv die Möglichkeiten“, sagt Gruner, der den TSV Ötisheim, den TV Unterhaugstett und den SV Energie Görlitz als Konkurrenz im Abstiegskampf sieht. Gegen den sächsischen Aufsteiger hat das Stuttgarter Team gleich einen guten Start hingelegt. Am Auftaktspieltag am Sonntag in Calw gelang ein 3:1-Sieg. „Das sind Big Points – ein Grundstein für den Klassenverbleib“, sagt Gruner.
Damit haben die Stammheimerinnen schon jetzt die Anzahl an Pluspunkten, die am Ende der kompletten vergangenen Saison auf ihrem Konto stand. Erkannt hat der Trainer „eine geschlossene Mannschaftsleistung“. „Wir konnten die Bälle des Gegners gut entschärfen und hatten somit einen stabilen eigenen Aufbau“, konstatiert er. Kein Problem hiernach, dass die zweite Begegnung gegen den Gastgeber und Titelaspiranten TSV Calw erwartet glatt mit 0:3 Sätzen verloren ging. Vor allem dessen Nationalspielerin und Angreiferin Henriette Schell erwies sich als zu stark.
Der weitere Weg, nachdem das Team zuletzt auch auf dem Feld in die höchste deutsche Spielklasse aufgestiegen ist? Gruner wünscht sich mutige Auftritte. Allen voran Larissa Keser mit ihren Angaben sowie die Angreiferin Melanie Israel sollen für Punkte sorgen. Jedoch: „Wir verfügen nicht über den einen Star; es steht keine über allen anderen“, sagt Gruner, dessen Ehefrau Anika bei ihm als Abwehrspielerin aufläuft. Die Mannschaft, die im Kern schon einige Jahre zusammenspielt und die Laufwege untereinander bestens kennt, „muss die Erfahrung ausspielen“, fordert Gruner.
Frischen Wind bringen zwei U-18-Nationalspielerinnen ein, die neu hinzugekommen sind und am Wochenende in Calw bereits ihre ersten Einsätze feierten. Eva Winkler und Lisa Knodel, 18 beziehungsweise 17 Jahre alt, sind aus Vaihingen/Enz nach Stammheim gewechselt, nachdem ihre bisherige Mannschaft aufgelöst worden ist. Während Winkler eine Abwehrspezialistin ist, kann Knodel als Allrounderin überall auf dem Feld eingesetzt werden. „Sie haben sich in Stammheim bereits wunderbar eingefügt“, lobt Gruner.
Als Nächstes reisen die Stuttgarterinnen am kommenden Sonntag nach Neuenbürg zum TSV Dennach, wo es zum einen gegen den dort ansässigen Vizemeister geht, zum anderen gegen den direkten Konkurrenten aus Ötisheim. In Stammheim wird es zwei Heimspieltage geben. Deren Termine: der 17. Dezember und der 21. Januar. Rundenende ist am 10. Februar.