Faustball: NLV Vaihingen Nach 15 Jahren zurück in der Bundesliga
In den Entscheidungsspielen lassen die NLV-Akteure kaum etwas anbrennen und feiern die langersehnte Rückkehr. Der Verein freut sich auf Weltspieler und spannende Derbys.
In den Entscheidungsspielen lassen die NLV-Akteure kaum etwas anbrennen und feiern die langersehnte Rückkehr. Der Verein freut sich auf Weltspieler und spannende Derbys.
Nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga gab es für die Faustballer des NLV Vaihingen erst einmal eine Abkühlung. Gemeinsam mit dem ebenfalls erfolgreichen Gastgeber der Aufstiegsspiele, dem TV Eibach, sprangen die Spieler in die neben der Sportanlage vorbeifließende Rednitz. „Es fühlt sich richtig gut an, nach 15 Jahren wieder in die Bundesliga aufzusteigen“, sagt der Vaihinger Trainer Christian Löwe.
Die Vaihinger waren als klarer Favorit in die Aufstiegsspiele gegangen, waren sie doch der einzige Meister, der an dem Vierer-Turnier teilnahm. Der Meister der 2. Bundesliga West, die TSG Tiefenthal, und der Vizemeister der Staffel, der TSV Karlsdorf, verzichteten, weshalb mit dem TV Wünschmichelbach und TV Rendel der Dritte und Vierte nachfolgten. „Es war zwar klar, dass es nicht der absolute Prüfstein sein wird, aber Aufstiegsspiele haben immer ihre eigenen Gesetze“, sagt Löwe. Mehrfach musste der NLV Vaihingen erleben, wie trotz Meisterschaft der Aufstiegstraum in die Bundesliga in den Relegationsspielen platzte.
Entsprechend nervös war der Meister der Staffel Süd im allerersten Satz des Tages gegen den TV Eibach. „Wir haben davon profitiert, dass es dem Gegner nicht gelungen ist, trotz 10:7-Führung den Sack zuzumachen“, berichtet Löwe. Die Vaihinger drehten den Satz zum 12:10-Gewinn und sicherten sich auch die restlichen beiden mit 11:6 und 11:8. Anschließend ließen sie dem TV Rendel beim 3:0-Sieg (11:4, 11:4, 11:6) ebenfalls keine Chance.
Da die ersten beiden der Vierergruppe aufsteigen, war damit der Erfolg bereits gesichert. Das abschließende Duell mit dem TV Wünschmichelbach also nur noch ein Fall für die Statistik. Los ging es für den NLV Vahingen zunächst gut. Nach dem 11:9 und 11:3 in den ersten beiden Sätzen fehlte nur noch ein weiterer für den glatten Tageserfolg. „Mit dem 2:0 im Rücken und dem sicheren Aufstieg war die Konzentration kurzzeitig etwas weg“, sagt der Coach. Die Weinheimer konnten mit 12:10 und 11:8 ausgleichen. „Wir haben uns dann noch mal eingeschworen und gesagt, dass wir die tolle Saison mit einem Sieg abschließen wollen“, sagt Löwe. Der 11:2-Satzgewinn zum 3:2-Sieg war dann eine Demonstration der Vaihinger Stärke. Zumal in jedem Spiel eine andere Startformation begonnen hatte und jeder Spieler in allen Begegnungen zum Einsatz kam. „Das freut mich auch als Trainer sehr, dass ich auf einen solchen breiten und starken Kader zurückgreifen kann“, sagt Löwe.
Fernab der Aufstiegsspiele im Nürnberger Stadtteil war die Freude ebenfalls sehr groß. „Die gesamte Abteilung freut sich über den Aufstieg“, berichtet Löwe. Zum einen darüber, dass jetzt die deutsche Faustball-Elite wie der ehemalige Weltfaustballer Patrick Thomas mit seinem TSV Pfungstadt auf der Vaihinger Anlage auflaufen wird, zum anderen auf die Derbys mit dem TV Stammheim. „Das sind richtig spannende Duelle vor vielen Zuschauern und mit allem Drum und Dran, was zu einem Stadtderby dazugehört“, freut sich Löwe. Einer der ersten Gratulanten sei auch der Stammheimer Trainer Bertram Sailer gewesen, erzählt Christian Löwe. „Das war wirklich schön“, sagt der Vaihinger.
Sportlich ist das Ziel für die kommende Feldrunde in der höchsten deutschen Spielklasse klar: „Für uns gibt es nichts anderes als erst einmal den Klassenverbleib zu sichern. In der Halle ist uns das nach den zwei Aufstiegen beides Mal nicht gelungen“, stellt Löwe klar.