Die U12-Faustballerinnen der neuformierten Spielgemeinschaft von TSV Grafenau und SpVgg Weil der Stadt haben bei der deutschen Meisterschaft im niedersächsischen Brettorf den neunten Platz in einem starken Feld von 20 teilnehmenden Mannschaften erreicht.
Nach einer 650 Kilometer langen, von vielen Staus geprägten Anreise erkämpften sich die zum Teil noch recht unerfahrenen Mädels in vier engen Partien den dritten Platz in ihrer Vorrundengruppe. Nach einem knappen 9:11, 9:11 gegen den TSV Bardowick gewann die SG den ersten Satz gegen den SV Gernrode mit 11:9. Im zweiten Durchgang folgte allerdings ein 11:13-Dämpfer. Das Trainerduo Lilly Scholz/Matthias Bott fand daraufhin die richtigen Worte. Beim 10:12, 11:9 gegen den TV Hallerstein holten sich ihre Schützlinge einen weiteren Abschnitt, ehe ein deutliches 11:2, 11:4 gegen den MTV Diepenau den ersten Sieg und den Einzug ins Achtelfinale bedeutete.
Dort fehlten der jungen Truppe gegen die SG Langenbrück/Dresden nach einem langen Tag die nötige Konzentration und Kraft. Es schlichen sich beim 5:11, 9:11 zu viele Fehler ein, sodass auch ein Aufbäumen und eine Leistungssteigerung nicht belohnt wurden. Der Frust war nach einem gemeinsamen Abendessen und einer Ansprache der beiden Coaches schnell verflogen.
Spätestens ab dem gemeinsamen Frühstück am folgenden Morgen im Hotel waren die Grafenauerinnen und Weil der Städterinnen wieder so richtig auf Betriebstemperatur und zeigten das mit zwei starken Auftritten in den Platzierungsspielen gegen den TSV Kleinvillars, den sie mit 12:10, 11:9 niederrangen, und den TV Stammheim, gegen den der zweite Durchgang beim 12:10, 11:4 eine klare Angelegenheit war. Diese beiden Erfolge brachten ihnen Rang neun im Endklassement.
Die stimmungsvolle Siegerehrung und Abschlussfeier im selbsternannten Faustballdorf Brettorf bildete den krönenden Abschluss eines erfolgreichen Wochenendes, das nicht nur den Spielerinnen und den Übungsleitern, sondern auch dem mitgereisten Familienfanblock lange in Erinnerung bleiben wird.