FDP Birgit Homburger muss noch lange kämpfen

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Die Fraktionschefin der FDP, Birgit Homburger, steht in der Kritik. Verschiedene Treffen entscheiden über ihre politische Zukunft.

Berliner Büro: Thomas Maron (tm)

Berlin - Über Ostern haben sie in der FDP nach außen hin stillgehalten. Aber der Schein trügt. Intern wird mächtig geschoben und gezogen. Es geht um das künftige Personal und um die politische Richtung. Vor allem die Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger wird eiserne Nerven brauchen, wenn sie erfolgreich ihren Posten in der Koalition verteidigen will. Denn an keinem Stuhl wird in Berlin derzeit emsiger gesägt als an ihrem.

Es ist ein zäher Kampf, auf den sie sich eingelassen hat. Ein erster Versuch, sie von der Fraktionsspitze zu drängen, ist zwar unmittelbar nach den verlorenen Wahlen in ihrem Heimatland Baden-Württemberg gescheitert. Aber die Kritiker der Vorsitzenden der Südwest-FDP wollen keine Ruhe geben. Mit kühlem Kalkül blicken sie jenen Tagen entgegen, an denen es für Homburger um alles geht.

Keine Garantie für Homburgers politisches Überleben

Am 2. Mai, wenn der designierte Parteichef Philipp Rösler den Spitzengremien sein Personaltableau für den Bundesparteitag Mitte Mai präsentiert, wird Homburger zwar nicht unmittelbar betroffen sein. Sie hat bereits kundgetan, nicht mehr als Beisitzerin für das Präsidium antreten zu wollen. Aber wenn die Diskussion anhebt, ob Röslers Plan der Erneuerung ausreicht, wird man doch schnell wieder auf sie zu sprechen kommen.

Danach folgt der 7. Mai, der Sonderparteitag der Liberalen in Baden-Württemberg, auf dem sie dann wieder als Landesvorsitzende antreten will, aber mit dem Vizelandeschef Michael Theurer auf mindestens einen Gegenkandidaten treffen wird. Unterliegt sie, dann sei sie als Fraktionschefin fällig, sagen führende Liberale. Aber selbst wenn sie diesen Härtetest besteht, ist das noch keine Garantie für ihr politisches Überleben.




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