Kommunalwahl 2019 Kommunalwahl 2019

Der Apotheker Matthias Oechsner will die FDP im Gemeinderat weiter anführen. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt
Der Apotheker Matthias Oechsner will die FDP im Gemeinderat weiter anführen. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Die Liberalen wollen bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr im Stuttgarter Gemeinderat wieder den Fraktionsstatus erreichen.

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Stuttgart - Am Samstag haben die Mitglieder der Stuttgarter FDP ihre Bewerber für die Regional- und für Kommunalwahl im Mai 2019 gewählt. Als Spitzenkandidat für den Stuttgarter Gemeinderat wurde Matthias Oechsner bestätigt. Er erhielt 91 Prozent der gültigen Stimmen.

Für eine bessere Verkehrspolitik werde er sich einsetzen, sagte der 52-jährige Apotheker vor der Abstimmung: „Der Feinstaubalarm interessiert niemanden, so lange es kein besseres ÖPNV-Angebot gibt.“ Auch beim Thema Wohnen bezog er Stellung: „Wir brauchen ein höheres Bauen, nicht überall in der Stadt gibt es Frischluftzonen.“ Weiter wolle er wie schon zuvor Bündnisse schließen. „Politik heißt auch Kompromisse, Kommunalpolitik ist nicht schwarz-weiß sondern bunt“, so Oechsner.

Sibel Yüksel erzielt fast 98 Prozent

Die vergangene Legislaturperiode nannte er eine Achterbahnfahrt. Die Narben, die die Finanzaffäre um den ehemaligen FDP-Fraktionschef Bernd Klingler hinterlassen hat, waren auch an anderen Stellen spürbar. Hans Reinhard Schäfer forderte die Kandidaten auf, bei ihrer Vorstellung ihre persönliche finanzielle Situation zu benennen. Ein Wunsch, der mit amüsiertem Raunen zur Kenntnis genommen und in die Reden – mit Augenzwinkern – aufgenommen wurde.

Auf Platz zwei der Liste wurde Sibel Yüksel mit 97, 6 Prozent gewählt, auf Platz drei kam Armin Serwani mit 71 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. Unter den ersten zwanzig Kandidaten für die Gemeinderatswahl sind die Hälfte Frauen. „Damit setzen wir ein starkes Zeichen für die FDP im Jahr 2018“, so Oechsner.

Stadtrat Conz weiter hinten

Knapp wurde es hingegen für Michael Conz unter die ersten zehn Kandidaten zu kommen. Der 52-Jährige kümmert sich für die FDP im Umwelt- und Technik-Ausschuss um Verkehrsfragen und Umweltschutz und hat jüngst mit seinen Aussagen für Irritationen gesorgt. „Ich kann dieses Rechtsstaatsgesäusel nicht mehr hören“, lautete der seither vielbeachtete Satz, den er im Zusammenhang mit dem Gerichtsentscheid zum Dieselfahrverbot fallen gelassen hat. Den vorgeschlagenen Listenplatz Nummer fünf hat er denn auch am Samstag abgeben müssen – an den 35-jährigen Eric Neumann, der in der Stichwahl 68 Stimmen erhielt, Conz nur 51. Von Matthias Oechsner für den neunten Listenplatz vorgeschlagen, konnte er sich dann gegen Chris Fleischhauer mit 64 zu 42 Stimmen durchsetzen.

Die FDP ist derzeit mit drei Sitzen im Gemeinderat vertreten. Sechs Sitze sind das Ziel für die kommende Wahl.




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