Die Stuttgarter Stadtverwaltung hat ihre Untersuchungen im Fall des Ex-FDP-Fraktionschefs Bernd Klingler beendet. Das Ergebnis geht an die Staatsanwaltschaft – und bleibt unter Verschluss.

Stuttgart - Die Stadt hat ihre internen Prüfungen bezüglich der von FDP-Stadträten erhobenen Vorwürfen gegen ihren Ex-Fraktionschef Bernd Klingler abgeschlossen. Die Ergebnisse würden am Donnerstag an die Staatsanwaltschaft übermittelt, bestätigte ein Sprecher. Zum Ergebnis der Prüfungen äußerte er sich unter Hinweis auf das laufende Ermittlungsverfahren gegen den 46-Jährigen wegen des Verdachts der Untreue nicht. Klingler wird vorgeworfen, Fraktionsgelder im Safe seiner Agentur aufbewahrt zu haben und zudem Druckaufträge für ein Flugblatt eigenmächtig an eine befreundete Agentur vergeben zu haben.

Klinglers Name ist mittlerweile vom Türschild vor dem FDP-Fraktionszimmer verschwunden. Dort firmieren nur noch die drei Stadträte Heinz Lübbe, Matthias Oechsner und Sibel Yüksel. Die Fraktion ist führungslos, Lübbe fungiert laut Türschild nur als Stellvertreter. Gerätselt wird im Rathaus, warum der Apotheker Oechsner der Verwaltung den Rücktritt Klinglers als Fraktionschef gemeldet hat. Oechsner wäre dazu als einfacher Stadtrat gar nicht befugt gewesen.