Fehler bei der Bezügeabrechnung Berliner Bausenatorin Katrin Lompscher tritt zurück

Von red/dpa/AFP 

Die Berliner Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, hat ihren Rücktritt erklärt. Die Linke-Politikerin begründete dies am Sonntagabend in einer Mitteilung mit Fehlern bei der Abrechnung ihrer Bezüge aus Verwaltungsrats- und Aufsichtsratstätigkeit.

Katrin Lompscher hat ihren Rücktritt erklärt. (Archivbild) Foto: dpa/Paul Zinken
Katrin Lompscher hat ihren Rücktritt erklärt. (Archivbild) Foto: dpa/Paul Zinken

Berlin - Die Berliner Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) hat ihren Rücktritt erklärt. Es sei ihr „bewusst geworden, dass es bei der Abrechnung meiner Bezüge aus Verwaltungsrats- und Aufsichtsratstätigkeit Fehler gegeben“ habe, erklärte Lompscher am Abend in Berlin. Sie habe „sofort nach Bekanntwerden der fehlenden Abführung an die Landeskasse reagiert und den Differenzbetrag überwiesen“, betonte die Politikerin. Für die Versäumnisse übernehme sie die Verantwortung.

„Für mich steht fest, dass mein schwerer persönlicher Fehler mein weiteres Handeln als Senatorin dauerhaft überschatten würde“, fügte die Linken-Politikerin hinzu, aus deren Haus der umstrittene Mietendeckel kommt. Zugleich lege sie die drei mit dem Amt verbundenen Aufsichtsratsmandate nieder.

Inzwischen wohl 7000 Euro in Landeskasse gezahlt

Berichten zufolge bezog die Linken-Politikerin durch die Tätigkeit in Aufsichtsgremien landeseigener Unternehmen jährlich 8100 Euro. Inzwischen soll sie 7000 Euro in die Landeskasse gezahlt haben. Demnach gehörte sie Gremien bei der Tempelhof Projekt GmbH, der Investitionsbank und der Tegel Projekt GmbH an.

Die Linke nahm Lompschers Entscheidung „mit größtem Respekt zur Kenntnis“. Die Berliner Landesvorsitzende Katina Schubert, Kultursenator Klaus Lederer und die Linksfraktionschefs im Berliner Abgeordnetenhaus,  Anne Helm und Carsten Schatz, gabe eine gemeinsame Erklärung ab. Darin hieß es, Lompschers „Mut, auch schwierige Konflikte zu bewältigen, ihre Beharrlichkeit und ihr Ideenreichtum haben eine mieten- und stadtentwicklungspolitische Wende zugunsten der Berlinerinnen und Berliner befördert“. Über die Nachfolge würden sich die zuständigen Gremien „zeitnah“ verständigen.




Unsere Empfehlung für Sie