Feinstaub im Südwesten Am Neckartor in Stuttgart bleibt die Belastung weiter hoch

Die Messtation am Stuttgarter Neckartor zeichnet viele Ausreißer nach oben auf – Der vielbefahrene Standort ist besonders mit Feinstaub belastet. Foto: dpa
Die Messtation am Stuttgarter Neckartor zeichnet viele Ausreißer nach oben auf – Der vielbefahrene Standort ist besonders mit Feinstaub belastet. Foto: dpa

Die Belastung durch Feinstaub im Südwesten geht insgesamt zurück. Das Neckartor in Stuttgart ist jedoch eine Ausnahme und: auch anderswo sind weiterhin noch reichlich gesundheitsschädliche Stoffe in der Luft.

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Stuttgart - Die Luft im Südwesten ist besser geworden - in der Landeshauptstadt Stuttgart bleibt die Feinstaubbelastung allerdings zu hoch. Wie das Verkehrsministerium am Montag mitteilte, werden die EU-Grenzwerte zwar an fast allen Messstellen eingehalten. „Eine Ausnahme beim Feinstaub bildet die Messstation am Stuttgarter Neckartor, die für etwa fünf Kilometer Straßen in Stuttgart repräsentativ ist“, erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Im Jahr 2010 seien die Grenzwerte noch an 16 Messstationen überschritten worden.

Nach EU-Vorgaben darf die Belastung an maximal 35 Tagen über 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft liegen. Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz zählte am Neckartor bis zum 6. Dezember 47 Überschreitungen. Der vielbefahrene Standort ist besonders belastet. In der Nähe war im Kampf gegen Feinstaub erst jüngst eine Mooswand aufgebaut worden, da Moose Experten zufolge Feinstaubpartikel aus der Atmosphäre entfernen können.

Landesweit düster sieht es indes bei den von Dieselfahrzeugen ausgestoßenen Stickoxiden aus. „Denn bei den Stickoxiden werden die Grenzwerte noch an mehr als 20 Messstellen überschritten“, teilte Hermann mit. „Wir sind noch nicht am Ziel. Wir wollen erreichen, dass in Baden-Württemberg dauerhaft gar keine Grenzwerte mehr überschritten werden.“ Dazu gehöre auch die Einführung einer blauen Plakette, die vor allem die Belastung durch Stickoxide reduzieren solle. Das Land hat dazu bereits einen Vorstoß im Bundesrat unternommen.

Droht eine hohe Belastung, wird in Stuttgart Feinstaubalarm ausgelöst. Autofahrer sind dann aufgerufen, den Wagen stehenzulassen. Auch sogenannte Komfortkamine, die nur der Gemütlichkeit dienen, sollen nicht genutzt werden. Der Alarm wird ausgelöst, wenn die Wetterlage einen eingeschränkten Luftaustausch im Stuttgarter Talkessel erwarten lässt. In den Weihnachtsferien wird die Stadt wegen des geringeren Verkehrsaufkommens das nach eigenen Angaben allerdings nicht tun. Der erste mögliche Alarmtag ist den Angaben zufolge der 9. Januar 2017.




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