Feinstaub in Stuttgart Bürgerinitiative fordert Ergebnisse vom Land

Von red/dpa/lsw 

Die Bürgerbewegung Neckartor wirft der Landesregierung vor, in den vergangenen knapp 20 Monaten kein entsprechendes Handlungskonzept für das Luftverschmutzungsproblem in Stuttgart erarbeitet zu haben.

Peter Erben (links) von der Bürgerbewegung Neckartor kämpft gegen die Luftverschmutzung in Stuttgart. Foto: dpa
Peter Erben (links) von der Bürgerbewegung Neckartor kämpft gegen die Luftverschmutzung in Stuttgart. Foto: dpa

Stuttgart - Wegen der anhaltend schlechten Luft in Stuttgart hat die Bürgerinitiative Neckartor das Land erneut aufgefordert, die gerichtlich angeordnete Verkehrsreduzierung umzusetzen. Ihre Forderungen übergab eine Delegation am Dienstag in Stuttgart an Staatssekretärin Gisela Erler (Grüne).

Im Anschluss tauschten sich beide Seiten aus. Die Bürgerbewegung wirft der Landesregierung vor, in den vergangenen knapp 20 Monaten kein entsprechendes Handlungskonzept erarbeitet zu haben. „Das Land ist dem gerichtlichen Vergleich verpflichtet“, sagte Peter Erben von der Bürgerinitiative.

Im Frühjahr 2016 hatte das Land den Anliegern des besonders belasteten Neckartors gerichtsfest zugesagt, den dortigen Verkehr ab 2018 an Tagen mit hoher Luftverschmutzung um 20 Prozent zu reduzieren. In der Praxis scheiterte das Land jedoch: Im Oktober war bekanntgeworden, dass jedes Verkehrsverbot am Neckartor dort zwar zu weniger Feinstaub führe, andernorts in der Stadt aber zu mehr. Das verstößt den Angaben zufolge gegen das Verschlechterungsverbot der sogenannten Bundesimmissionsschutzverordnung.

Die zehn wichtigsten Fakten zu Feinstaub in Stuttgart sehen Sie im Video: