Feinstaub in Stuttgart „Spiegel“: Land will offenbar Spur auf B14 sperren

Von red/dpa 

Einem Medienbericht zufolge soll das Land auf der B14 eine Spur allein für Busse und Elektrofahrzeuge planen. Die Stadt bestätigt diesen Plan, das Land will sich nicht äußern.

Auf der Bundesstraße B14 in Stuttgart sind die Feinstaubwerte besonders hoch. Foto: dpa
Auf der Bundesstraße B14 in Stuttgart sind die Feinstaubwerte besonders hoch. Foto: dpa

Stuttgart - Die grün-schwarze Landesregierung plant nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ eine Spur allein für Busse und Elektrofahrzeuge auf der feinstaubgeplagten Bundesstraße 14 am Neckartor. „Wir sind informiert, dass das Land eine solche Busspur plant. Die Maßnahme stößt bei der Stadt auf Skepsis“, sagte ein Sprecher der Landeshauptstadt Stuttgart am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Ein Sprecher von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) wollte sich dazu nicht äußern.

„Aus unserer Sicht ist vor allem fraglich, ob der gewünschte Effekt einer Reduzierung der Stickoxid-Belastung eintritt“, sagte der Sprecher. Der Effekt könnte durch zusätzliche Staubildungen in Folge dieser Maßnahme konterkariert werden. Deshalb empfehle es sich, eine solche Maßnahme zunächst gutachterlich zu untersuchen.

Laut dem „Spiegel“ geht es um jene der bislang sechs Spuren, die stadtauswärts am nächsten an der bundesweit bekannten Messstation vorbeiführt. In einer zunächst dreimonatigen Testphase erhofft man sich, die dort gemessene Konzentration von Stickstoffdioxid um bis zu zehn Mikrogramm pro Kubikmeter Luft zu senken.

Mit der geplanten Spursperrung reagiert das Land auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Fahrverbote für Dieselfahrzeuge mit den Euronormen 3 und 4 gelten spätestens ab September 2019 in Stuttgart als unausweichlich.

Sonderthemen