Feinstaubalarm in Stuttgart Ungewöhnlich trockener Winter sorgt für dicke Luft

Von Carolin Klinger 

Die Stadt Stuttgart gibt noch keine Entwarnung beim Feinstaubalarm – doch der Deutsche Wetterdienst sieht Wolken am Horizont aufziehen, die der dicken Luft ein Ende machen könnten.

Möglicherweise könnte die Luft zum Ende der Woche hin wieder besser werden. Foto: dpa
Möglicherweise könnte die Luft zum Ende der Woche hin wieder besser werden. Foto: dpa

Stuttgart - Feinstaubalarm und keine Ende in Sicht – so kommt es den Autofahrern in Stuttgart momentan vor. Bereits seit vergangenem Dienstag bittet die Stadt Stuttgart Autofahrer, auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. Schon seit vergangenen Montag sind außerdem Besitzer sogenannter Komfortkamine angehalten, diese nicht in Betrieb zu nehmen.

Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zum Feinstaubalarm in Stuttgart.

Der Feinstaubalarm in Stuttgart wird noch mindestens bis einschließlich Donnerstag anhalten – da ist sich Klaus Riedl, Meteorologe des Deutschen Wetterdiensts in Stuttgart sicher: „Bis Donnerstag haben wir eine austauscharme Wetterlage.“ Das Thermometer wird im Laufe der Woche im Südwesten Werte bis zu 12 Grad anzeigen. Nur nachts werde es noch gebietsweise frostig bei Temperaturen zwischen minus 5 und 0 Grad.

Doch von Freitag an sieht er einen Lichtstreifen am Feinstaub-Horizont – beziehungsweise Regen, der die dicke Luft in der Stadt rein waschen könnte. „In der Nacht von Donnerstag auf Freitag könnte es regnen – möglicherweise genug, um zumindest für eine kurze Pause des Feinstaubalarms über das Wochenende zu sorgen“, sagt Riedl. Das bis dahin blockierend wirkende osteuropäische Hoch verliere dann an Kraft.

Ungewöhnlich ist laut Riedl der sehr trockene Winter bisher: „Es sieht ganz danach aus, dass wir den bisher trockensten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erleben.“ Der ausbleibende Niederschlag begünstigt jedoch die momentan hohe Feinstaubkonzentration im Stuttgarter Kessel.

Sonderthemen